Sandboden im Garten verbessern
Sandboden: leicht zu graben, schwer zu fuettern
Graben in Sandboden ist ein Traum. Der Spaten gleitet muehelos hindurch. Aber die Leichtigkeit hat eine Kehrseite: Wasser und Naehrstoffe rauschen durch. Eine Stunde nach dem Regen ist die obere Schicht wieder knochentrocken. Ihre Pflanzen haben staendig Durst und Hunger.
GardenWorld hilft Ihnen, einen Gartenentwurf passend zu Ihrem Bodentyp zu visualisieren. Waehlen Sie Pflanzen, die mit sandigen Bedingungen zurechtkommen, und sparen Sie sich Enttaeuschungen.
Das Problem verstehen
Sandkoerner sind gross verglichen mit Ton oder Schluff. Dazwischen liegen grosse Poren, durch die Wasser schnell hindurchfliesst. Naehrstoffe werden mitgespuelt. Was Sie heute duengen, ist naechste Woche verschwunden. Diesen Kreislauf zu durchbrechen geht, braucht aber einen anderen Ansatz als bei Tonboden.
Kompost: die Kernloesung
Organisches Material ist die Antwort. Kompost wirkt wie ein Schwamm im Sandboden. Er haelt Feuchtigkeit und bindet Naehrstoffe. Arbeiten Sie jede Saison mindestens 5 Zentimeter reifen Kompost in die oberen 20 Zentimeter ein. Bei OBI und Dehner gibt es Gartenkompost in Grosspackungen.
Halbverrotteter Laubkompost ist noch besser. Er zersetzt sich langsamer und bleibt laenger aktiv. Herbstlaub zu sammeln und zu kompostieren lohnt sich also doppelt.
Tonkoerper zugeben
Klingt paradox, aber kleine Mengen Ton oder Bentonit verbessern Sandboden. Bentonit ist ein Tongranulat, erhaeltlich im Gartenfachhandel. Es verbessert die Faehigkeit des Bodens, Wasser und Naehrstoffe zu speichern. Etwa 2 Kilogramm pro Quadratmeter, oberflaechlich eingearbeitet.
Mulchen: die einfachste Verbesserung
Eine 5 bis 8 Zentimeter dicke Mulchschicht wirkt Wunder auf Sandboden. Sie schuetzt vor Austrocknung, stabilisiert die Bodentemperatur und fuegt langsam organisches Material hinzu. Holzhaecksel, Stroh oder Kakaoschalen eignen sich alle. Mulchen Sie, nachdem der Boden gruendlich gewaessert wurde.
Anders duengen auf Sandboden
Auf Sandboden funktioniert eine grosse Fruehjahrsduengung schlecht. Die Haelfte ist ausgewaschen, bevor Ihre Pflanzen sie aufnehmen koennen. Duengen Sie lieber wenig und oft. Alle vier bis sechs Wochen eine leichte Gabe ist viel effektiver als eine grosse Saisonduengung.
Verwenden Sie vorzugsweise langsam wirkende organische Duengemittel. Die geben ihre Naehrstoffe schrittweise ab und werden weniger leicht ausgespuelt.
Pflanzen, die Sandboden lieben
Nicht alle Pflanzen kaempfen auf Sand. Lavendel, Salbei, Fetthenne, Ziergraeser und Silberblatt-Pflanzen gedeihen praechtig. Mediterrane Kraeuter wie Thymian und Rosmarin sind wie geschaffen fuer trockenen, mageren Boden.
Baeume und Straeucher fuer Sandboden
Birken, Kiefern und Ginster sind natuerliche Sandbewohner. Weissdorn und Liguster kommen ebenfalls gut zurecht. Waehlen Sie tiefwurzelnde Arten, die Feuchtigkeit in tieferen Bodenschichten erreichen.
Gruenduengung auf Sandboden
Saeen Sie im Herbst Wicke, Roggen oder Phacelia. Diese Gruenduenger fuegen organisches Material hinzu, schuetzen vor Erosion und manche binden sogar Stickstoff aus der Luft. Im Fruehjahr unterarbeiten und darauf pflanzen.
Schritt fuer Schritt besser
Sandboden zu verbessern ist ein fortlaufender Prozess. Mit jeder Saison, in der Sie Kompost zugeben und mulchen, wird der Boden ein bisschen besser. Nach drei Jahren bemerken Sie: Die Erde ist dunkler, haelt Feuchtigkeit laenger und trocknet weniger schnell aus. Entwerfen Sie einen Garten fuer Ihren verbesserten Sandboden auf GardenWorld und geniessen Sie einen Garten, der jedes Jahr schoener wird.
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