Ziergräser für Ihren Garten auswählen
Die Magie der Ziergräser
Ziergräser können etwas, das keine andere Pflanze schafft: Sie fangen den Wind ein. Ein Beet mit Gräsern bewegt sich, raschelt und verändert sich mit dem Licht. Am Morgen glitzern Tautropfen auf den Halmen. Im Herbst färben sich die Rispen gold und kupferbraun. Selbst im Winter bieten bereifete Blütenstände eine beeindruckende Silhouette. Bei OBI, Hornbach und Dehner wächst das Sortiment jedes Jahr.
Mit GardenWorld sehen Sie vorab, wie Pflanzen in Ihrem Garten wirken. Probieren Sie Ziergräser in Ihrem Beet aus und entdecken Sie, wie sie das Gesamtbild verändern.
Hohe Gräser als Blickfang
Miscanthus sinensis (Chinaschilf) ist der König unter den hohen Ziergräsern. Er wird 150 bis 200 Zentimeter hoch und bildet üppige Rispen im Spätsommer. 'Gracillimus' hat feine Halme, 'Malepartus' fällt durch rötliche Rispen auf. Pflanzen Sie als Solitär oder in Dreiergruppen.
Calamagrostis x acutiflora 'Karl Foerster' wächst straff und schmal nach oben, ideal für einen modernen Garten. Wird 170 Zentimeter hoch, aber nur 60 breit. Blüht ab Juni und behält seine Form den ganzen Winter.
Panicum virgatum (Rutenhirse) bietet prächtige Herbstfärbung. 'Shenandoah' verfärbt sich tief bordeauxrot. Wird 120 Zentimeter hoch und ist trockenheitstolerant.
Niedrige Gräser für das Beet
Festuca glauca (Blauschwingel) bildet kompakte blaue Polster von 30 Zentimetern. Perfekt als Randbepflanzung oder in Gruppen zwischen Lavendel und Salbei. Verträgt trockenen Boden.
Hakonechloa macra ist ein Schattengras mit eleganten, überhängenden Halmen. Der goldgelbe Kultivar 'Aureola' erhellt dunkle Ecken. Wird 40 Zentimeter hoch.
Carex morrowii 'Ice Dance' ist immergrün mit weißgerandeten Blättern. Gedeiht im Schatten und Halbschatten. Bildet dichte Polster von 30 Zentimetern.
Ziergräser kombinieren
Gräser wirken am besten als Ergänzung zu blühenden Stauden. Ihre neutralen Töne und lockere Textur bilden einen beruhigenden Gegenpol zu farbenfrohen Blüten. Kombinieren Sie hohe Gräser mit Sonnenhut, Sonnenhut und Fetthenne für ein naturalistisches Bild. Niedrige Gräser passen gut neben Funkien, Purpurglöckchen und Storchschnabel.
Pflanzen Sie in ungeraden Zahlen. Drei Horste Chinaschilf neben einer Gruppe Sonnenhut wirken stärker als ein einzelnes Exemplar. Wechseln Sie Gräser mit Pflanzen ab, die eine völlig andere Blattstruktur haben.
Pflanzen und Pflege
Die beste Pflanzzeit für Ziergräser ist das Frühjahr, von März bis Mai. Die Pflanze hat dann den ganzen Sommer zum Einwurzeln. Gräser mögen gut durchlässigen Boden und die meisten Arten wollen Sonne. Nur Hakonechloa und einige Carex-Arten bevorzugen Schatten.
Düngen Sie sparsam. Zu viel Nahrung macht Gräser schlapp und kippanfällig. Eine jährliche Schicht Kompost im Frühling genügt.
Rückschnitt
Schneiden Sie Ziergräser erst im zeitigen Frühling zurück, etwa Ende Februar oder Anfang März. Die Winterstruktur ist zu wertvoll, um sie im Herbst zu entfernen. Schneiden Sie den ganzen Horst auf 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden ab. Tragen Sie Handschuhe, denn die Blätter können scharf sein. Binden Sie große Horste vorher mit Schnur zusammen, dann schneiden Sie in einem Zug.
Ziergräser im Topf
Viele Gräser gedeihen ausgezeichnet in großen Töpfen auf der Terrasse. Wählen Sie einen Topf von mindestens 40 Zentimetern Durchmesser und sorgen Sie für gute Drainage. Pennisetum, Miscanthus und kleine Carex-Arten eignen sich hervorragend für Kübel.
Achten Sie auf Winterschutz im Topf. Wurzeln frieren im Kübel schneller als im Freiland. Umwickeln Sie den Topf mit Noppenfolie oder stellen Sie ihn an eine geschützte Hauswand.
Wo kaufen?
Spezialgärtnereien bieten oft das größte Sortiment. Bei OBI und Hornbach finden Sie die gängigen Sorten. Online-Gärtnereien führen seltenere Kultivare.
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