Regentonne richtig anschließen und warten
Von der GardenWorld-Redaktion, aktualisiert am
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Sie schließen eine Regentonne mit einem Verbindungsstück, einem Schlauch und einem Schwimmerventil ans Fallrohr an, und die ganze Arbeit dauert zehn bis fünfzehn Minuten. Rechnen Sie neben der Tonne selbst mit etwa 15 Euro für Verbindungsteile und einer halben Stunde für Bohren, Anschließen und Testen.
Danach braucht eine Regentonne kaum noch Aufmerksamkeit. Zwei kurze Kontrollen im Jahr, ein Deckel gegen Mücken und eine Wintervorbereitung gegen Frost halten sie jahrelang in Ordnung. Im Folgenden lesen Sie, wie Sie die Tonne anschließen, ein Schwimmerventil und einen Überlauf einbauen, Mücken fernhalten, mehrere Tonnen verbinden und die Tonne winterfest machen.
Die Regentonne ans Fallrohr anschließen
Die Regentonne steht an der Wand, direkt unter dem Fallrohr. Sägen oder bohren Sie vorsichtig ein Loch in die Seite des Fallrohrs, etwa einen Meter über dem Boden, und setzen Sie ein Verbindungsstück ein. Verbinden Sie es mit einem 32-mm-Schlauch zur Tonne.
Verbindungsstück, Schlauch und Schlauchklemme kosten zusammen etwa 15 Euro. Spezielles Werkzeug brauchen Sie dafür nicht: Eine Bohrmaschine, eine Handsäge und ein Schraubenschlüssel reichen völlig aus.
Verschließen Sie das Fallrohr niemals vollständig. Das Wasser muss weiterhin frei zum Bodenablauf fließen können, auch wenn die Tonne schon voll ist. Deshalb schließen Sie seitlich an, auf halber Höhe oder etwas tiefer, nie ganz oben am Rohr.
Schwimmerventil: damit die Tonne sich selbst abstellt
Ein Schwimmerventil ist eine mechanische Vorrichtung, die den Zulauf stoppt, sobald das Wasser in der Tonne hoch genug steht. Solche Ventile kosten 8 bis 20 Euro und ersparen Ihnen das Abklemmen des Schlauchs von Hand, sobald die Tonne voll wird.
Die Mechanik funktioniert wie bei einem Spülkasten: Das Wasser steigt, der Schwimmer steigt mit, und ab einem bestimmten Stand schließt das Ventil den Zulauf. Das Ventil sitzt unten oder seitlich in der Tonne; je nach Modell schrauben oder klemmen Sie es fest.
Prüfen Sie den Schwimmer einmal pro Saison. Drücken Sie vorsichtig darauf, er sollte sich leicht auf und ab bewegen lassen. Verschleißt das Ventil, läuft die Tonne über und Sie sehen Wasser unter dem Hahn tropfen. Der Austausch dauert eine Viertelstunde und kostet etwa 12 Euro an Material.
Überlauf: das Sicherheitsventil
Ein kräftiger Regenschauer füllt eine Tonne innerhalb von Minuten. Ohne Überlauf läuft das Wasser über den Rand auf die Terrasse und hinterlässt eine Pfütze. Mit einem Überlauf fließt das überschüssige Wasser durch eine eigene Öffnung zurück zum Ablauf.
Der Überlauf sitzt oben an der Tonne, etwa 5 cm unter dem Rand. Bohren Sie dort ein Loch von 3 bis 4 cm, stecken Sie einen Schlauch ein und führen Sie ihn zu einem Abfluss oder einer Versickerungsgrube. Diese Arbeit dauert keine Viertelstunde.
Viele Tonnen haben bereits eine eingebaute Überlauföffnung. Prüfen Sie besonders im Herbst, ob sie nicht durch Blätter verstopft ist: Halten Sie die Hand darüber, dann spüren Sie sofort, ob Luft und Wasser noch durchkommen.
Mücken fernhalten: warum ein Deckel wichtig ist
Stehendes Regenwasser ist ein Brutplatz für Mücken. Mückenlarven entwickeln sich innerhalb von ein bis zwei Wochen zu erwachsenen Mücken, sodass Sie ohne Deckel schnell eine Plage auf der Terrasse haben.
Ein Deckel muss nicht teuer sein. Ein Gazestück mit Löchern von etwa 1 mm reicht bereits aus: fein genug, dass Mücken nicht landen und Eier legen können, offen genug, dass Regen noch durchsickert. Befestigen Sie es mit zwei Klammern am Rand.
Ein massiver Holzdeckel funktioniert ebenfalls, solange Sie etwas Spalt unter dem Rand lassen, damit Luft zirkulieren kann. Ohne diese Belüftung wird das Wasser stickig und beginnt zu riechen.
Prüfen Sie alle paar Wochen, ob Gaze oder Deckel noch richtig sitzen. Nach einem Sturm oder starkem Regen können sie leicht verrutschen.
Ein Hahn in Höhe: Gießen ohne Bücken
Eine Regentonne wird erst richtig praktisch, wenn Sie Gießkanne oder Eimer ohne Bücken füllen können. Stellen Sie die Tonne auf einen Sockel von 30 bis 50 cm, zum Beispiel aus Betonsteinen, Pflastersteinen oder einer stabilen Holzpalette. Die Schwerkraft erledigt den Rest der Arbeit.
Drücken Sie den Hebel, und das Wasser fließt direkt in Gießkanne oder Eimer. Keine Pumpe, kein Strom, kein Lärm. Genau deshalb entscheiden sich die meisten Gärtner für eine Regentonne mit erhöhtem Hahn.
Achten Sie darauf, dass der Hahn möglichst tief an der Tonne sitzt, damit Sie auch die letzten Liter noch nutzen können. Unsicher, wie viel Wasser Ihr Beet eigentlich braucht? Auf gardenworld.app sehen Sie das sofort an einem Beispiel Ihres eigenen Gartens, mit der Regentonne schon am richtigen Platz eingezeichnet.
Prüfen Sie vor dem Winter, ob der Hahn dicht ist. Ein tropfender Hahn kann bei Frost einfrieren und dabei reißen.
Mehrere Tonnen verbinden für mehr Kapazität
Eine einzelne Regentonne fasst 200 bis 300 Liter, und das ist in einer trockenen Woche schnell aufgebraucht. Zwei Tonnen zusammen ergeben 500 bis 600 Liter, und drei reichen für die meisten Gärten aus.
Sie verbinden Tonnen über einen Überlaufschlauch: Tonne A füllt sich zuerst, der Rest fließt automatisch zu Tonne B, und bei einem echten Platzregen auch weiter zu Tonne C. Eine Pumpe brauchen Sie dafür nicht, die Schwerkraft erledigt alles.
Nutzen Sie für die Verbindung einen dünnen Schlauch von 16 bis 19 mm, oben an der ersten Tonne befestigt und unten an der nächsten. Legen Sie den Schlauch nicht in die volle Sonne, denn Kunststoff wird unter UV-Licht brüchig und reißt dann schneller.
Zwei kleinere Tonnen sind übrigens auch stabiler als eine große: Der Wasserdruck auf die Wände ist geringer, und Sie können sie leichter einzeln und stabiler an der Fassade aufstellen.
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Winter: wie Sie verhindern, dass die Regentonne reißt
Wasser dehnt sich aus, sobald es gefriert, und das beginnt bereits rund um den Gefrierpunkt. Besonders bei anhaltendem Frost unter minus 5 Grad steht eine volle Tonne unter starkem Druck, und die Wände können reißen.
Sie haben zwei Möglichkeiten. Entleeren: Lassen Sie die Tonne im November langsam über einen Gartenschlauch ins Beet ablaufen, damit sie den ganzen Winter trocken und leer bleibt. Im März nehmen Sie sie wieder in Betrieb.
Isolieren: Umwickeln Sie Tonne und Deckel mit Jute, Luftpolsterfolie oder Dämmmaterial. Das kostet 15 bis 40 Euro und hält die Tonne für Schmelzwasser und leichten Winterregen nutzbar.
Welche Lösung Sie auch wählen: Lassen Sie eine Tonne nie voll stehen, wenn Frost einsetzt. Das Wasser dehnt sich aus, die Wand wölbt sich mit, und am Ende reißt der Kunststoff oder die Nahtstelle.
Wartung: zwei Kontrollen pro Jahr
Eine Regentonne braucht wenig Pflege, wenn Sie sich an zwei feste Termine halten: Mai und Oktober.
Im Mai prüfen Sie, ob die Gaze noch intakt ist, ob die Tonne stabil steht und ob Hahn und Schwimmer sauber und nicht verstopft sind. Drücken Sie vorsichtig auf den Schwimmer, er sollte sich leicht bewegen lassen, ohne zu klemmen.
Im Oktober entfernen Sie Blätter aus der Überlauföffnung und prüfen, ob der Zulauf nicht durch Moos oder Schmutz aus dem Fallrohr verstopft ist. Das Wasser muss überall frei fließen können, bevor Sie die Tonne für den Winter vorbereiten.
Alle drei Jahre erneuern Sie die Gaze, da die Sonne sie verwittern lässt, und prüfen Sie die Tonne selbst auf Risse oder undichte Stellen an den Nähten.
Schritt für Schritt
Schritt 1: Den richtigen Platz wählen
Stellen Sie die Regentonne an die Wand, höchstens einen Meter vom Fallrohr entfernt, auf einen ebenen und tragfähigen Untergrund, der das Gewicht einer vollen Tonne aushält. Schatten ist besser als volle Sonne, denn das bremst die Algenbildung im Wasser, und ein schattiger Platz lässt sich auch leichter mit Eimer oder Gießkanne erreichen.
Schritt 2: Das Verbindungsstück anbringen
Bohren oder sägen Sie vorsichtig ein Loch ins Fallrohr, etwa einen Meter über dem Boden. Setzen Sie das Verbindungsstück ein und schließen Sie einen 32-mm-Schlauch zur Tonne an. Arbeiten Sie langsam, damit das Rohr nicht reißt oder splittert.
Schritt 3: Den Schlauch anschließen
Führen Sie den Schlauch vom Verbindungsstück zur Öffnung der Tonne und sichern Sie beide Enden mit je einer Schlauchklemme. So kann er nicht abrutschen oder lecken, sobald Wasser mit etwas Druck durchfließt.
Schritt 4: Das Schwimmerventil einbauen
Schrauben oder klemmen Sie das Schwimmerventil unten oder seitlich in die Tonne, je nach Anleitung Ihres Modells. Dadurch stoppt der Zulauf automatisch, sobald die Tonne voll ist, sodass Sie es nicht mehr selbst überwachen müssen.
Schritt 5: Überlauf und Deckel vorbereiten
Prüfen Sie, ob die Überlauföffnung offen und frei ist, und führen Sie bei Bedarf einen zusätzlichen Schlauch zum Ablauf. Legen Sie danach die Gaze oder den Deckel über die Öffnung und befestigen Sie sie mit zwei Klammern, damit Mücken keine Chance haben.
Häufige Fragen
Darf ich Regenwasser für mein Gemüse verwenden?
Ja, Regenwasser ist sauber genug für Gemüse, Kräuter und Zierpflanzen. Es enthält sogar etwas Nährstoffe, die Pflanzen gut nutzen können. Nur in der Nähe einer stark befahrenen Straße kann etwas Feinstaub hineingelangen, was für einen gewöhnlichen Garten jedoch kein Problem darstellt. Verwenden Sie das Wasser am besten innerhalb weniger Monate, damit es klar und frisch bleibt.
Wie lange bleibt Wasser in der Regentonne gut?
Sauberes, abgedecktes Wasser bleibt etwa drei bis sechs Monate brauchbar. Danach wachsen Algen und das Wasser wird trüb und grün. Nutzen Sie die Tonne deshalb regelmäßig, halten Sie den Deckel geschlossen und leeren Sie sie vor dem Winter, damit Sie im Frühjahr wieder mit frischem Wasser beginnen.
Kann ich auch Regenwasser vom Terrassendach auffangen?
Ja, jedes Dach mit Ablauf lässt sich anschließen, auch ein Carport oder ein Vordach. Eine größere Dachfläche liefert mehr Wasser, aber auch mehr Schmutz, etwa Blätter und Moos. Setzen Sie deshalb eine feinere Gaze auf den Zulauf, wenn Sie mehrere Dächer kombinieren, damit die Tonne trotzdem sauber bleibt.
Was kostet eine komplette Regentonne inklusive Installation?
Eine solide 300-Liter-Tonne mit Hahn und Schwimmer kostet 80 bis 150 Euro. Rechnen Sie weitere 30 Euro für Schlauch, Verbindungsstück und Schwimmerventil hinzu. Insgesamt zahlen Sie also 110 bis 180 Euro, einmalig. Bei einem Ertrag von etwa 60 Kubikmetern Regenwasser pro Jahr von einem durchschnittlichen Dach mit 100 Quadratmetern holen Sie diese Kosten innerhalb weniger Jahre wieder herein.
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