
Crepis zacintha: kompletter Ratgeber
Crepis zacintha
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Uberblick
Crepis zacintha, im Deutschen als Zakynthos-Pippau oder Hockerlattich bekannt, ist ein einjaehriges Kraut aus der Familie der Korbbluetengewaechse (Asteraceae). Der Name leitet sich vom griechischen Eiland Zakynthos ab, einer der Heimatregionen der Art. Beschrieben wurde sie 1807 vom franzoesischen Botaniker Loisel. Die Art gehoert zur artenreichen Gattung Crepis, die weltweit mehr als hundert Arten umfasst und durch ihre charakteristischen gelben Korbbluten bekannt ist.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich ueber den gesamten Mittelmeerraum: von der Schweiz ueber Griechenland, Zypern, Kreta, die Tuerkei, Bulgarien, Albanien, Rumaenien, Italien, Spanien, Frankreich, Korsika und Sardinien bis zur Ukraine. Ausserdem wurde die Art nach Texas eingefuehrt. In Algerien gilt sie als ausgestorben. Auf gardenworld.app finden Sie ausfuehrliche Pflanzenfuehrer fuer die Gestaltung mediterraner und trockenheitsvertraeglicher Gaerten.
Als einjaehrige Pflanze schliesst Crepis zacintha ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb einer Vegetationsperiode ab. Dieser schnelle Rhythmus ist perfekt an das mediterrane Klima angepasst: Keimung nach den Winterregen, rasche Fruehlingsblute, Samenreife im Sommer, dann Absterben.
Erscheinungsbild und Blutezeit
Crepis zacintha bildet eine bodennahe Rosette aus fiederlappigen, lanzettlichen Blaettern, die den Blaettern des Loewenzahns aehneln. Das Laub ist hellgrueen und besitzt unregelmaessig gezaehnte Rander. Aus der Rosette erheben sich aufrechte bis leicht liegende, gerippe Stengel, die je nach Bodenguete und Feuchtigkeitsangebot 15 bis 40 cm hoch werden.
Die Blueten sind leuchtend gelb und bestehen ausschliesslich aus Zungenbluten - das Charakteristikum der Gattung Crepis. Die Hauptbluete faellt in die Monate Mai und Juni. Nach der Befruchting entstehen gefiederte Achanen mit weissem Pappus, die wie Loewenzahnschirmchen vom Wind verbreitet werden. Auf naehrstoffarmen Trockenboeden bleibt die Pflanze kompakt bei 15 bis 20 cm; auf reicheren Standorten kann sie 40 cm erreichen.
Idealer Standort
Der Zakynthos-Pippau benoetigt volle Sonne - mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht taeglich. In der Natur besiedelt er Felshaenge, Ruderalflaechen und lichte Trockenrasen ohne jede Beschattung. Im Garten eignet er sich hervorragend fuer Steingaerten, Kiesgaerten, mediterrane Pflanzbeete und sonnige Trockenbordueeren. Halbschattige oder feuchte Lagen sind fuer diese anspruchslose Art ungeeignet. Ideal ist ein windoffener, warmer Platz, der die Waerme des Tages gut speichert.
Boden
Der ideale Boden ist leicht, naehrstoffarm und sehr gut durchlaessig. Crepis zacintha ist an die kalkhaltigen und kieseligen Boeden des Mittelmeerraums angepasst und vertraegt einen pH-Wert zwischen 6,5 und 8,0. Schwere, wasserhaltende Tonboeden sind zu meiden, da Staunaesse schnell zu Wurzelfaule fuehrt. In Gaerten mit schwereren Boeden empfiehlt sich eine grosszuegige Beimischung von grobem Sand oder Kies sowie eine Drainageschicht aus Schotter im Pflanzloch. Ein 3 bis 5 cm dickes Kieselmulch rund um den Pflanzfuss leitet Niederschlagswasser rasch ab. Bei OBI oder Hornbach finden Sie geeignetes Drainagekies in verschiedenen Koernungen.
Bewaesserung
Einmal etabliert, ist Crepis zacintha sehr trockenheitsresistent und benoetigt kaum Zusatzbewasserung. In den ersten Wochen nach der Aussaat oder Pflanzung ist eine leichte, gleichmaessige Bodenfeuchtigkeit hilfreich, damit sich die Keimwurzeln entwickeln koennen. Danach genuegen in den meisten gemaessigten Klimazonen die natuerlichen Niederschlaege vollkommen. Bei laengeren Trockenperioden oder Hitzeperioden koennen Sie gelegentlich giesssen, aber der Boden muss zwischen den Giessganegen vollstaendig austrocknen. In Toepfen ist auf ausreichende Ablaufoeffnungen zu achten; ein sehr durchlaessiges Substrat ist Pflicht. Staunaesse ist schadlicher als Trockenheit.
Schnitt
Als Einjaehrige wird Crepis zacintha nicht zurueckgeschnitten. Das Entfernen verwelkter Blueten waehrend der Blutezeit kann die Bluteperiode leicht verlaengern und begrenzt die Selbstaussaat, wenn ein kontrollierter Anbau gewuenscht wird. Wer moechte, dass sich die Pflanze im naechsten Jahr von selbst aussaet, laesst die Fruchtstaende vollstaendig ausreifen. Die getrockneten Stengel bieten Koernerfressern wie Goldfinken und Ammern im Herbst wertvolle Nahrung und koennen bis zum Spaetherbst stehen bleiben. Nach dem vollstaendigen Absterben im Spaetsommer die Reste entfernen und kompostieren.
Pflegkalender
Januar und Februar: Die Pflanze existiert nur als Samen im Boden. Kein Pflegeaufwand. Leichtes Jaeten der Pflanzflaeche sichert den Keimlingen Platz und Licht. Maerz und April: Die ersten Keimlinge erscheinen, sobald die Bodentemperatur dauerhaft ueber 10 Grad Celsius steigt. Bei dichtem Aufgang auf 15 cm Abstand ausdunnen. Mai und Juni: Hauptbluete. Verwelkte Blutenkoepfe bei Bedarf entfernen. Nur bei anhaltender Trockenheit maessig giessen. Juli: Samenreife. Samenstande ernten oder natuerlich streuen lassen. August und September: Pflanze stirbt vollstaendig ab. Stengel entfernen oder fuer Voegel stehen lassen. Oktober bis Dezember: Winterruhe der Samen im Boden. Kein Schutz notwendig.
Winterhaerte
Crepis zacintha ueberwintert als Samen und ist vollstaendig frosthart. Die Samen ueberstehen problemlos auch strenge Winter ohne besondere Schutzmasnahmen. Eine Kaelteperiode foerdert sogar die Keimbereitschaft durch Stratifikation. In USDA-Zone 6 und waermer saet die Pflanze sich zuverlaessig von Jahr zu Jahr selbst aus. In milden Wintern der Zonen 8 und 9 koennen Keimlinge bereits im Herbst erscheinen und als kleine Rosetten ueberwintern, um dann im Fruehling rasch durchzustarten.
Begleitpflanzen
Crepis zacintha harmoniert gut mit anderen trockenheitsliebenden Pflanzen aus dem Mittelmeerraum. Empfehlenswerte Kombinationen sind: Sedum-Arten (Fetthennen) als Bodendecke, Thymian (Thymus serpyllum) als aromatischer Begleiter, zierliche Ziergrasarten wie Stipa tenuissima, der Feinstrahl (Erigeron karvinskianus) als ausdauernder Lueckenfuller sowie die rote Spornblume (Centranthus ruber) als Farbkontrast in Rot oder Weiss. Diese Kombinationen schaffen eine authentische Mittelmeer-Atmosphaere im Garten. Auf gardenworld.app finden Sie viele weitere Inspirationen und individuell abgestimmte Empfehlungen fuer Ihren Trockengarten.
Fazit
Crepis zacintha ist eine genuegsame, pflegeleichte Einjaehrige, die Jahr fuer Jahr durch Selbstaussaat in den Garten zurueckkehrt. Die leuchtend gelben Blueten im Mai und Juni bereichern jeden Stein- oder Kiesgarten mit mediterranem Charme. Einmal gesaet, wird die Pflanze zu einem treuen Gast, der keine besonderen Anforderungen stellt - nur Sonne, Waerme und einen gut draenierenden Untergrund. Samen und junge Pflanzen sind bei spezialisierten Haendlern fuer Mittelmeer- und Wildpflanzen erhaeltlich.
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