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Alchemilla strigosula mit steif abstehend behaarten Stielen und zarten gelbgruenen Bluetenrispen entlang eines schattigen Gartenwegs
Rosaceae6. Juni 202612 min

Gestriegelter Frauenmantel: kompletter Ratgeber

Alchemilla strigosula

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Ueberblick

Alchemilla strigosula, der Gestriegelte Frauenmantel, ist eine ausdauernde Staude aus der Familie der Rosengewachse (Rosaceae), die in den Gebirgsregionen Mitteleuropas beheimatet ist - von Oesterreich und der Schweiz ueber Deutschland und Frankreich bis nach Italien und die Lander des ehemaligen Jugoslawiens. Der Artname 'strigosula' verweist auf das charakteristische Merkmal dieser Pflanze: kurze, starre, angedrueckte Haare auf den Stielen, die dieser Art eine typische raue Textur verleihen. Dieses Merkmal unterscheidet sie von anderen Frauenmantel-Arten innerhalb der artenreichen Gattung Alchemilla mit ueber dreihundert Arten. Die Art wurde 1893 vom Schweizer Botaniker Buser erstbeschrieben.

In der Gartenkultur sind Frauenmaentel fuer ihre malerischen, runden Blaetter bekannt, auf denen sich nach Regen oder Tau glitzernde Wassertropfen wie Perlen sammeln. Alchemilla strigosula ist weniger verbreitet als der bekannte Alchemilla mollis, bietet aber denselben dekorativen Reiz in einer etwas kompakteren und charaktervolleren Form. Auf gardenworld.app koennen Sie einen Pflanzplan erstellen, der Halbschattenstauden wie diese Art wirkungsvoll einbindet.

Aussehen und Bluetezyklus

Alchemilla strigosula bildet eine kompakte Polster aus runden bis nierenfoermigen Blaettern mit regelmaessig gesaegtem Rand und feiner Behaarung auf beiden Seiten. Die Blaetter sind hellgruen und erreichen normalerweise fuenf bis acht Zentimeter im Durchmesser. Nach Regen oder an Taumorgen sammeln sich Wassertropfen entlang der Blattnervenfurchen und verleihen dem Blatt einen perlenartigen Glanz. Die Stiele sind charakteristisch steifhaarig mit nach unten geneigten Borsten - das 'strigosula'-Merkmal der Art.

Von Mai bis Juli erscheinen lockere, luftige Bluetenrispen mit kleinen gelbgruenen Blueten ueber dem Laub. Die petallosen Einzelblueten wirken zusammen wie ein zartes schaumiges Wolkchen uber den Blattrosetten. Nach der Blute bilden sich kleine Fruechte. Die Pflanze erreicht zwanzig bis dreissig Zentimeter Hoehe. Bei milden Wintern bleibt das Laub halbimmergruen; bei Frost stirbt es zurueck, treibt aber zuverlassig im Fruehjahr neu aus.

Idealer Standort

Dieser Frauenmantel gedeiht am besten im Halbschatten mit Schutz vor intensiver Mittagssonne. In seinem natuerlichen Berghabitat in Mitteleuropa wachst er auf lichten Hangfluren, Waldsaeumen und Bergwiesen unter kuehlen, feuchten Bedingungen. Im Garten eignet er sich gut fuer schattige Beete, Wegbegrenzungen, den Fuss von Laubstrauchern oder Luecken zwischen groesseren Stauden.

Vollsonne ist moeglich, wenn der Boden gleichmaessig feucht bleibt, aber bei Trockenheit werden die Blattraneder braun und das Wachstum stockt. Meiden Sie Standorte mit Staunasse. Auf Boeschungen oder im Steingarten wirkt die Pflanze gut als Bodendecker. Planen Sie mindestens fuenfundzwanzig bis dreissig Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen ein.

Boden

Alchemilla strigosula bevorzugt leicht saure bis neutrale Boeden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5. Der Boden muss gut durchlaessig sein, sollte aber ausreichend Feuchtigkeit halten. Humoser, maessig sandiger bis lehmiger Boden ist ideal. Arbeiten Sie bei der Pflanzung reifen Kompost oder Lauberde ein. Die Naehrstoffbeduerfnisse sind moderat: eine jaehrliche Gabe Langzeitduenger im Fruehjahr genuegt. Stark kalkhaltige Boeden sind ungeeignet.

Bewaesserung

Im ersten Vegetationsjahr regelmaessig giessen, um die Verwurzelung zu foerdern. Danach benoetigt die Pflanze wesentlich weniger Wasser. Pruefen Sie die obersten zwei bis drei Zentimeter Erde: sind sie trocken, ist Giessen angebracht. Die Pflanze benoetigt gleichmaessige Bodenfeuchte. Im Sommer helfen Mulchmaterialien aus Kompost oder Rindenschnitzeln, die Feuchtigkeit zu halten. Im Winter ist Staunasse gefaehrlicher als Kaelte. Giessen Sie morgens, damit das Laub trocken in den Tag geht und Pilzkrankheiten vorgebeugt wird.

Schnitt

Nach der Blute im Juli oder August koennen Sie die Bluetenstiele entfernen, um die Pflanze ordentlich zu halten und haeufig eine zweite Frischwuchs-Welle auszuloesen. Im Spaetherbst oder fruehen Fruehjahr das gesamte Laub knapp ueber dem Boden zurueckschneiden - neues Laub treibt dann schnell aus. Vergelbes oder beschaedigtes Laub laufend entfernen, um die Luftzirkulation um den Austrieb zu verbessern. Alle drei bis vier Jahre dichte Polster teilen, um die Pflanzen jung zu halten.

Pflegekalender

  • Januar: Frostschaeden prufen. Neu gepflanzte Exemplare leicht mulchen.
  • Februar: Keine Massnahmen. Auf erste Austriebe achten.
  • Maerz: Abgestorbenes Laub entfernen. Langzeitduenger ausbringen.
  • April: Wachstum verfolgen. Neue Pflanzen einsetzen oder umsetzen.
  • Mai: Bluetebeginn. Wassertropfeneffekt nach Regen geniessen.
  • Juni: Volle Bluetefuelle. Verbluhte Stiele bei Bedarf entfernen.
  • Juli: Bluetenstiele abschneiden. Bei Trockenheit giessen.
  • August: Mulch aufbringen falls noch nicht geschehen. Auf Schnecken achten.
  • September: Guter Zeitpunkt fuer Teilung und Umsetzung.
  • Oktober: Reduzierte Aktivitaet. Unkraut jaten.
  • November: Junge Pflanzen bei starkem Frost schuetzen.
  • Dezember: Ruhezeit. Pflanze in Ruhe lassen.

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Winterhaerte

Alchemilla strigosula ist winterhart in den USDA-Zonen 4 bis 7, vertraegt Temperaturen bis etwa -34 Grad Celsius. In Deutschland und Oesterreich (meist Zone 6-7) ueberwintert die Pflanze ohne besondere Schutzmassnahmen. Das groesste Winterrisiko ist nicht Kaelte, sondern Staunasse: stehendes Wasser um den Austrieb kann Wurzelfaeulnis verursachen. Gute Durchlaessigkeit sicherstellen. Eine duenne Lage groben Kieses um die Basis schuetzt den Bestand. Herbstgepflanzte Exemplare profitieren von einem leichten Laubkompost-Mulch.

Begleitpflanzen

Alchemilla strigosula passt hervorragend zu anderen halbschattentoleranten Stauden: Storchschnabel (Geranium), Funkie (Hosta), Astilbe, Akelei (Aquilegia) und niedrige Farne. Ihre luftigen Bluetenrispen bilden einen eleganten Kontrast zu kraeftigeren Blueten. Auch neben Fingerhut (Digitalis) oder Silberkerze (Actaea) ist die Kombination gelungen. Im Steingarten harmoniert sie mit Fetthenne (Sedum) und Hauswurz (Sempervivum).

Meiden Sie aggressive Bodendecker wie Giersch (Aegopodium podagraria), der die Polster verdraengen kann. Am Fuss von Zieraepfeln oder Rosen ist der Frauenmantel ein klassischer Begleiter: er fuellt Luecken, haelt Bodenfeuchte und bietet einen weichen Uebergang zur Rasenkante oder zum Weg.

Abschluss

Alchemilla strigosula ist eine charmante, unterschaetzte Staude mit allen Eigenschaften fuer langfristigen Gartenerfolg. Ihre steifhaarigen Stiele, das perlenbesetzte Blattwerk nach Regen und die zarten Bluetenrispen machen sie zu einem Highlight in Halbschattenbeeten und naturnahen Bepflanzungen. Erhaeltlich in Staudenfachbetrieben sowie grossen Gartencentern wie OBI und Hornbach. Einmal etabliert, kehrt sie jaehrlich mit minimalem Aufwand zurueck. Besuchen Sie gardenworld.app fuer einen massgeschneiderten Pflanzplan mit dieser und anderen besonderen Stauden.

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