Gartengestaltung für Anfänger: So fangen Sie an
Wo fängt man an?
Sie haben gerade ein Haus gekauft, oder Sie schauen seit Jahren auf denselben langweiligen Garten. Zeit für eine Veränderung. Die meisten Leute starten mit Pinterest-Boards voller Traumgärten und stehen dann ratlos vor dem eigenen Grundstück. Kommt Ihnen bekannt vor? Machen wir es anders.
Mit einem Tool wie GardenWorld können Sie Ihren Garten vorab visualisieren, bevor Sie den ersten Spatenstich setzen. Das spart Geld und Enttäuschungen. Fangen wir aber mit den Grundlagen an: Messen, beobachten und überlegen, was Sie wirklich wollen.
Schritt 1: Garten vermessen
Nehmen Sie ein Maßband und zeichnen Sie Ihren Garten maßstabsgetreu auf. Klingt langweilig, ist aber das Fundament jeder guten Planung. Notieren Sie die Grundstücksgrenzen, vorhandene Elemente (Baum, Schuppen, Schacht) und die Himmelsrichtung. Wo steht die Sonne morgens, wo abends? Die Südwest-Ecke ist Gold wert für Ihre Terrasse.
Typische Anfängerfehler
Viele vergessen unterirdische Leitungen. Bevor Sie graben, nutzen Sie den Leitungsauskunftsdienst. Eine kaputte Wasserleitung am ersten Tag ist kein guter Start.
Schritt 2: Wünsche festlegen
Machen Sie eine ehrliche Liste. Großer Rasen für die Kinder? Gemüsebeet? Lounge-Ecke für Sommerabende? In einem durchschnittlichen Reihenhausgarten von 50 Quadratmetern geht nicht alles. Priorisieren Sie. Ein Garten, der drei Dinge gut macht, schlägt einen, der zehn Dinge halb macht.
Denken Sie auch an die Pflege. Wenn Ihnen Heckenschneiden jetzt schon keinen Spaß macht, wählen Sie keine zwei Meter hohe Ligusterhecke. Bei OBI, Hornbach oder Dehner finden Sie pflegeleichte Alternativen, die das ganze Jahr gut aussehen.
Schritt 3: Zonen anlegen
Teilen Sie Ihren Garten in Bereiche: Terrasse, Grünfläche, Nutzbereich (Mülltonnen, Kompost). Verwenden Sie einfache Formen — Rechtecke und Kreise funktionieren fast immer. Diagonale Linien lassen einen kleinen Garten optisch größer wirken. Das ist kein Mythos, das funktioniert tatsächlich.
Höhenunterschiede nutzen
Denken Sie dreidimensional. Ein Hochbeet von 40 Zentimetern gibt einem flachen Garten Tiefe. Trockenmauern aus Naturstein oder Cortenstahl-Einfassungen sind beliebt und passen gut in moderne Gärten.
Schritt 4: Materialien wählen
Platten, Kies, Holz oder eine Kombination? Jedes Material hat Vor- und Nachteile. Keramikplatten sind nahezu pflegefrei, aber teuer. Klinker passen zu einem klassischen Stil und sind bezahlbar. WPC-Terrassendielen sehen aus wie Holz, ohne den Pflegeaufwand.
Mein Tipp: Beschränken Sie sich auf maximal drei Materialien. Mehr wirkt schnell unruhig. Und testen Sie immer, wie ein Material bei Nässe aussieht — in Deutschland regnet es bekanntlich oft genug.
Schritt 5: Pflanzen auswählen
Beginnen Sie mit Strukturpflanzen: immergrüne Sträucher und kleine Bäume, die das ganze Jahr etwas bieten. Ergänzen Sie mit Stauden für Farbe und Gräsern für Bewegung. Pflanzen Sie in Gruppen von mindestens drei — einzelne Pflanzen gehen im Gesamtbild unter.
Das deutsche Klima (USDA-Zone 7–8) ist pflanzenfreundlich. Die meisten Gartenpflanzen gedeihen hier gut, empfindliche Exoten wie Palmen brauchen allerdings einen geschützten Platz. Gartenvereine sind übrigens eine hervorragende Quelle für Tipps und Stecklinge.
Neugierig, wie das in Ihrem Garten aussehen könnte? Laden Sie Ihr Foto auf GardenWorld hoch und erhalten Sie innerhalb einer Minute ein individuelles Design.
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