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Sorghum arundinaceum - wilder Sorghum mit seiner charakteristischen grossen Rispe
Poaceae7. Juni 202612 min

Wilder Sorghum: kompletter Ratgeber

Sorghum arundinaceum

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Ueberblick

Sorghum arundinaceum, im Deutschen als wilder Sorghum oder gemeiner Wilder-Sorghum bezeichnet, ist ein imposantes, hoch wachsendes Rispengras aus der Familie der Suesgrase (Poaceae). Die Art stammt ursprunglich aus dem tropischen und subtropischen Afrika sowie dem indischen Subkontinent, wo sie offene Savannenbereiche, Wegraine und Storstellen besiedelt. In europaischen Gaerten wird der wilde Sorghum als einjahrige Pflanze kultiviert, die in einem einzigen Vegetationsjahr beeindruckende Hohen von 150 bis 400 cm erreichen kann. Auf gardenworld.app finden Sie Planungswerkzeuge, die Ihnen helfen, hohe Rispengrase optimal in Ihr Gartenkonzept zu integrieren.

Der Artname 'arundinaceum' verweist auf das Rohr (lateinisch 'arundo'), eine Anspielung auf die hohen, rohrartigen Halme der Pflanze. Der wilde Sorghum ist ein naher Verwandter des Kultur-Sorghums (Sorghum bicolor) und gilt als einer seiner wildwachsenden Vorfahren. Trotz seiner tropischen Herkunft lasst er sich in Mitteleuropa gut als Sommerannuelle kultivieren, wenn ihm ein sonniger, warmer Standort geboten wird. Die Art wurde 1917 von Stapf in der Flora of Tropical Africa beschrieben und hat in verschiedenen taxonomischen Behandlungen als Synonym oder Unterart von Sorghum bicolor gegolten, wird heute aber als eigenstandige Art angesehen.

Erscheinungsbild und Bluetzeit

Der wilde Sorghum bildet krauftige, aufrechte Halme mit gut erkennbaren Knoten, die an Bambus erinnern. Die Blatter sind lineal-lanzettlich, 2 bis 4 cm breit und bis zu 60 cm lang, mit einer leicht rauen Blattoberflache. Die helle Mittelrippe verleiht den Blattern einen zweifarbigen, dekorativen Charakter.

Die Bluetzeit liegt in europaischen Gaerten zwischen August und Oktober. Es entstehen grose, lockere Rispen von 30 bis 50 cm Lange, die aus ovalen Ahrchen bestehen und beim Ausreifen eine rotlich-braune Farbung annehmen. Diese Rispen bleiben lange an der Pflanze und verlangern die Zierwirkung weit in den Herbst hinein. Reife Samen werden vom Wind und durch Vogel verbreitet.

Idealer Standort

Diese Art benotigt einen vollsonnigen, warmen Standort. In Mitteleuropa empfiehlt sich eine Pflanzung an einer sudexponierten, windgeschutzten Stelle, idealerweise vor einer Warmemauer oder an einer Sudseite des Gebandes. Windoffene Lagen sind zu meiden, da die hohen Halme bei starkem Wind umknicken konnen.

Als Hintergrundpflanze in grossen Rabatten, als temporarer Sichtschutz fur die Sommermonate oder als Akzentpflanze in einem exotisch anmutenden Beet entfaltet der wilde Sorghum seine beste Wirkung. In kleineren Gaerten kann er aufgrund seiner Hohe schnell erdruckend wirken; er ist besser fur weitlaufige Gartenanlagen oder Naturgartenkonzepte geeignet.

Boden

Der wilde Sorghum stellt keine besonderen Bodenanspruche und entwickelt sich auf lehmigen, maasig nahrstoffreichen und gut drainierenden Boden am besten. Er toleriert sowohl sandige als auch leicht tonige Substrate, sofern keine dauerhafte Naesse auftritt. Eine Bodenreaktion von pH 5,5 bis 7,0 ist optimal. Reichern Sie magere Boden mit reifem Kompost an; zu stickstoffreiche Boden beginstigen zwar ueppiges Blattwachstum, fuhren aber zu weichen, leicht umknickenden Halmen.

Bewasserung

Wahrend der Keimung und der Jungpflanzenphase ist eine regelmasige Bewasserung unerlasslich. Gut eingewurzelte Pflanzen vertragen kurze Trockenphasen. Gieaen Sie morgens am Pflanzenfu und vermeiden Sie stehende Nasse an den Halmbasis, die Pilzerkrankungen fordern kann. Eine 5 bis 7 cm hohe Mulchschicht hilft, die Bodenfeuchte zu halten und die Unkrautkontrolle zu erleichtern.

Schnitt

Wahrend der Vegetationsperiode ist kein besonderer Schnitt erforderlich. Entfernen Sie lediglich trockene oder beschadigte Blatter an der Basis der Pflanze. Nach dem ersten Frost, wenn die oberirdischen Teile abgestorben sind, schneiden Sie die Pflanze bodennah ab. Die fasrigen Halme kompostieren Sie am besten zerkleinert, da sie langsam verrotten.

Pflegkalender

Marz-April: Aussaat im Haus oder Gewachshaus bei 18-20 Grad Celsius, 6-8 Wochen vor dem letzten Frost.

Mai: Nach den Eisheiligen Auspflanzung ins Freiland in Abstanden von 60-80 cm.

Juni-August: Rasches Wachstum. Regelmasig gieaen und Mitte des Sommers bedarfsgerecht dunken.

September-Oktober: Bluetzeit und Rispenbildung. Rispen bei Bedarf vor vollstandiger Samenreife entfernen, um unkontrollierten Samenflug zu verhindern.

November-Februar: Oberirdische Teile nach dem Frost entfernen oder als Winterschmuck stehen lassen.

Winterharte

Sorghum arundinaceum ist nicht winterhart und entspricht den USDA-Zonen 9-11. In Deutschland, Osterreich und der Schweiz muss die Art jahrlich neu gesaet werden. Die Samen lassen sich 2 bis 3 Jahre trocken und kalt gelagert aufbewahren. Kaufen Sie Saatgut bei OBI, Hornbach oder spezialisierten Staudengaertnereien.

Begleitpflanzen

Kombinieren Sie wilden Sorghum mit anderen hohen Rispen- und Federgrasern wie Miscanthus sinensis oder Pennisetum alopecuroides. Fur ein exotisches Flair eignen sich Canna, Musa basjoo oder Phormium als Begleitung. In naturnahen Staudenbeeten harmoniert er mit Echinacea, Rudbeckia, Helenium und Verbena bonariensis, die alle zur gleichen Spatsemerzeit bligen. Nutzen Sie gardenworld.app, um Ihre Pflanzenkombinationen digital zu planen und einen stimmigen Gesamteindruck zu erzielen.

Abschluss

Der wilde Sorghum (Sorghum arundinaceum) ist eine beeindruckende Pflanze fur ambitionierte Gartengestalter, die Ihrem Garten ein tropisches, dramatisches Flair verleihen mochten. Einmal gesaet wachst er in einem Sommer zu einem imposanten Geolde heran und beschert dem Garten bis in den Herbst hinein eine unverwechselbare Silhouette. Gut geeignet fur grosse Gaerten, Naturgartenkonzepte und exotisch inspirierte Rabatten - eine Pflanze, die garantiert Gesprachsstoff bietet. Saatgut ist im Fachhandel bei OBI, Hornbach und spezialisierten Staudengaertnereien erhaeltlich. Wer die Pflanze einmal im Garten erlebt hat, wird sie in der Regel Jahr fur Jahr neu saen - der Aufwand lohnt sich angesichts der unvergleichlichen sommerlichen Wirkung.

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