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Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum) mit violetten Blüten
Crassulaceae10. April 202612 min

Berg-Hauswurz: kompletter Ratgeber

Sempervivum montanum

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Überblick

Die Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum) ist eine winterharte Fettsukkulente aus den Pyrenäen und Karpaten. Sie bildet dichte Rosetten von 2-4 cm Durchmesser mit fleischigen, blaugrünen Blättern. Im Winter färben sich die Blätter intensiv dunkelviolett. Der Blütenstand erreicht 15-25 cm Höhe und trägt herrliche violette Sternblüten. Zuverlässige Wahl für Steingärten und Gründächer in Mitteleuropa.

Erscheinungsbild und Blütezeit

Die Blätter sind schmal, fleischig und rötlich getönt mit wachsiger Cuticula. Winterfärbung wird intensiv violett bis plum. Blütezeit von Juni bis August. Blütenstände tragen 50-100 kleine violett-rosafarbene Einzelblüten in dichten Dolden. Die blühende Rosette stirbt nach der Fruchtreife ab (monokarpi), aber zahlreiche Tochter-Rosetten sichern die Bestands-Kontinuität.

Ideale Standorte

Vollsonnig platzieren, mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht täglich. Berg-Hauswurz gedeiht in exponierten, luftigen Standorten ohne Halbschatten. Völlig winterhart bis -30°C (USDA-Zonen 4-5) und windfest. Ideal für Steintröge, Trockenmauern, extensive Gründächer und Dachterrassen.

Bodenverhältnisse

Ausgezeichnete Drainage ist erforderlich. Magerer, sandiger Boden mit zusätzlichem Kies. Idealmischung: 60% Schotter, 20% Gartenerde, 20% Kokosfaser. Schwere Lehmböden müssen verbessert werden. pH-Wert 4,0-6,0 (sauer bis neutral) optimal. In Gefäßen spezialisierten Sukkulentenmix mit zusätzlichen Mineralien verwenden.

Bewässerung

Minimal Wasser nötig. Nur bewässern, wenn der Boden vollständig trocken ist. Staunässe führt zu Wurzelfäule. Während der Wachstumssaison (April-September) ein bis zweimal monatlich bewässern, je nach Niederschlag. Im Winter fast kein Wasser. Diese Pflanzen tolerieren lange Trockenperioden ausgezeichnet.

Schnitt und Pflege

Schnitt ist selten erforderlich. Verblühte Stängel nach der Blüte entfernen. Alte, erschöpfte Rosetten können vorsichtig abgenommen werden, die jungen Ableger aber erhalten. Das Wachstum ist langsam, die Pflanze behält ihre Form natürlicherweise.

Pflege-Kalender

April-Mai: Wachstumsbeginn. Drainierung der Gefäße kontrollieren. Junge Rosetten zur Vermehrung abtrennen.

Juni-August: Blütezeit. Nur bei extremer Trockenheit bewässern. Die schönen violetten Blüten genießen.

September-Oktober: Wachstum verlangsamt sich. Bewässerung reduzieren. Keine Düngung erforderlich.

November-März: Winterruhe. Sehr wenig Wasser. Vollständig winterhart ohne Schutz.

Winterhärte

Vollständig winterhart bis -30°C (USDA-Zonen 4-5). Kein Winterschutz notwendig. Die Blattfärbung zu Violett ist vorübergehend. Gute Drainage verhindert Eisfalle. Berg-Hauswurz übersteht raue Winter in Deutschland, Österreich und der Schweiz problemlos.

Begleitpflanzen

Mit anderen Sempervivum-Arten (S. tectorum, S. arachnoideum) kombinieren für Farbkontrast. Passt elegant zu Sedum, Jovibarba, Saxifraga und Alpen-Phlox. Mehrere Arten nebeneinander steigern die visuelle Wirkung erheblich.

Fazit

Die Berg-Hauswurz ist eine zuverlässige Wahl für Steingärten. Winterhärte, Pflegeleichtigkeit und saisonale Färbung machen sie unverzichtbar. Gartencenter bei OBI und Hornbach führen gute Exemplare. Um diese Pflanze in einer kompletten Steingarten-Gestaltung zu visualisieren, hilft das Online-Tool gardenworld.app bei schneller Planung alpiner Pflanzungen. Für Extensive Gründächer ist diese Art ohne Wartung und Zusatzwasser zukunftsorientiert.

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