Ramonda myconi: kompletter Ratgeber
Ramonda myconi
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Ubersicht
Ramonda myconi, bekannt als Pyrenei-Felsenteller, ist eine aussergewohnliche kleine Pflanze aus den Pyrenei Frankreichs und Spaniens. Dieser feuchtigkeitsliebende Spezialist fur Felsengartenanbau wachst in Spalten von senkrechten Felswanden, wo Sickerwasser und Schatten zusammentreffen. Mit seinen zarten purpurfarbigen Bluten und Rosetten runzliger, dunkelgrüner Blatter gehort diese winzige Pflanze zu den Schatzem der alpinen Gartenkunst.
Zur Familie der Gesneriaceae gehoremd (wie Afrikanische Veilchen), unterscheidet sich Ramonda myconi durch ihre vollstandige Winterharte. Sie gedeiht in gemassigten bis kalten Klimazonen und stellt eine hervorragende Wahl fur spezialisierte Gartner dar.
Erscheinungsbild und Blute
Ramonda myconi bildet kompakte Rosetten von etwa 10-15 Zentimetern Durchmesser. Die Blatter sind tief gerunzelt, dunkelgrun und dicht behaart. Wahrend trockener Perioden kann die Pflanze volkommen tot wirken, wird aber sofort nach Bewasserung wieder lebendig.
Die Bluten sind der Hauptanziehungspunkt. Zartes Lavendelpurpur mit funf Blütenblättern und gelben Staubgefassen erscheinen sie von Mai bis Juli. Jede Blute misst nur wenige Zentimeter, besitzt aber ausserordentliche Anmut.
Nach der Blute bildet die Pflanze kleine Samenkapseln. Der Samenansatz ist jedoch typischerweise gering.
Idealer Standort
Ramonda myconi gedeiht in gefiltertem Schatten oder Halbschatten. In starker Sonneneinstrahlung ist Schutz vor Mittagssonne erforderlich. Nord- oder Ostausrichtung ist ideal.
In ihrem natürlichen Lebensraum wachst die Pflanze auf steilen, sickernden Felswanden. Im Garten sollte man dies nachahmen, indem man die Pflanze in vertikalen Steintraufen oder zwischen Steinen platziert.
Boden
Ramonda myconi benotigt krümeligen, mineralreichen, gut drainierenden Boden. Ein Gemisch aus etwa 50% Felsgrus, 30% Blattform und 20% Sand oder Perlit funktioniert hervorragend. Der pH-Wert sollte neutral bis leicht sauer sein (pH 6-7).
Bewasserung
Die Bewasserung ist der kritischste Aspekt. Die Pflanze muss durch Tropfbewasserung oder Besprühung regelmässig feucht gehalten werden, aber die Rosetten durfen nicht in stehendem Wasser stehen. Idealerweise besprühen Sie die Pflanze von oben mit feinem Wasser.
Wahrend der Vegetationsperiode (April bis September) regelmässig giesst. Im Winter Bewasserung reduzieren, aber nie vollständig austrocknen lassen.
Uberwinterung
Ramonda myconi ist extrem winterhart bis -20 Grad Celsius. Die Pflanze überwintert ohne Schutz in den meisten gemässigten Klimazonen. Das Laub kann bei extremem Winter verschwinden, aber unterirdische Wachstumspunkte überleben.
Fazit
Ramonda myconi ist ein winterhartes Juwel fur erfahrene Gärtner. Obwohl sie spezifische Bedingungen erfordert, wird man mit Jahren wunderschoner purpurfarbiger Bluten belohnt.
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