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Weisse Blueten von Osteomeles anthyllidifolia
Rosaceae8. Juni 202612 min

Osteomeles anthyllidifolia: kompletter Ratgeber

Osteomeles anthyllidifolia

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Uberblick

Osteomeles anthyllidifolia, auf Hawaii als Ulei oder Hawaii-Hawthorn bekannt, ist ein eleganter Strauch aus der Familie der Rosengewachse (Rosaceae). Die Art ist in Hawaii, Taiwan, Japan, den Cookinseln, Tonga und den Kustenbereichen des sudostlichen Chinas heimisch. Sie wurde 1821 von (Sm.) Lindl. wissenschaftlich beschrieben. Das fein gefiederte Laub und die weissen Blutendolden verleihen dieser Pflanze eine besondere Ausstrahlung, die sie von gewohnlichen Gartenstauchen deutlich abhebt.

In seinem naturlichen Lebensraum auf Hawaii wachst der Strauch auf offenen Lavafeldern, Kustegraslanden und trockenen Buschformationen. Historisch nutzten die Hawaiianer die festen, geraden Aste zur Herstellung von Wurfspieren und anderen Werkzeugen. gardenworld.app bietet Ihnen Inspiration, wie Sie solche ungewohnlichen Straucher in Ihren Garten integrieren konnen.

Erscheinungsbild und Blutezeit

Das Laub von Osteomeles anthyllidifolia ist eines seiner markantesten Merkmale. Jedes Blatt ist fein gefiedert und besteht aus zahlreichen kleinen, ovalen Fiederblattchen an einem Mittelstiel - was der Pflanze ein zartes, fast farnartiges Aussehen verleiht, das in der Rosenfamilie ungewohnlich ist. Die Fiederblattchen sind glanzend dunkelgrun und bleiben in milden Klimaten ganzjahrig erhalten.

Die Bluten erscheinen von April bis Juni in dichten, flachen Dolden. Jede einzelne Blute ist klein, weiss und funfblattig - typisch fur die Rosengewachse. Sie verstromen einen leichten, sussen Duft und ziehen Bienen sowie andere Bestauber an. Nach der Blute entwickeln sich kleine runde Fruchte, zunachst weisslich-grun, dann blaulich bis dunkelviolett reifend, die von Vogeln gerne gefressen werden.

Idealer Standort

Dieser Strauch gedeiht am besten an einem vollsonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Mindestens sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag fordern eine reiche Blute und erhalten die kompakte Form der Pflanze. Ein geschutzter, nach Suden oder Sudwesten ausgerichteter Mauerplatz ahmt die warmen, offenen Bedingungen seines Heimatlebensraums am besten nach.

In tiefer Lage oder starkem Schatten verliert der Strauch seine kompakte Form, blut sparlicher und wird anfalliger fur Pilzkrankheiten. In den meisten Teilen Mittel- und Nordeuropas empfiehlt sich die Kistenpflanzung, damit das Exemplar im Winter ins Haus geholt werden kann.

Boden

Osteomeles anthyllidifolia stellt keine hohen Anspruche an die Bodennahrstoffe, ist aber sehr empfindlich gegenuber Nasse. In seiner naturlichen Umgebung wachst er auf felsigen Lavasubstraten, sandigen Kustengrunden und gut durchlassigen Hangschuttboden. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 5,5 und 7,0.

Ein sandiges, gut durchlassendes Gemisch ist ideal: Mischen Sie normale Blumenerde mit 30 bis 40 Prozent grobem Hortikulturkies oder Perlite. Schwere Lehmboden sind vollig ungeeignet, da Staunasse schnell zur Wurzelfaule fuhrt. Fur die Topfkultur empfehlen sich Substrate fur Mediterranpflanzen oder Alpenpflanzen.

Giessen

Einmal etabliert, ist Osteomeles anthyllidifolia bemerkenswert trockenheitstolerant. Die Pflanze ist an saisonale Trockenperioden angepasst, und ihr Wurzelsystem sucht effizient nach Feuchtigkeit in trockenen, felsigen Boden. Ubergiessen ist die haufigste Ursache fur das Scheitern bei dieser Pflanze.

Wahrend der Vegetationsperiode massig giessen: Die oberen Zentimeter des Substrats zwischen den Giessgangen abtrocknen lassen, dann grundlich durchgiessen. Im Herbst und Winter die Wassergaben erheblich reduzieren. Topfpflanzen, die in einem kuhlen, frostfreien Raum uberwintern, sollten nahezu trocken gehalten werden.

Schnitt

Osteomeles anthyllidifolia behalt von Natur aus eine ordentliche, kompakte Form und benotigt nur einen leichten Pflegeschnitt. Ein starker Ruckschnitt ist nicht erforderlich und kann die Blute der folgenden Saison verringern, da die Blutenknospen im Sommer am diesjahrigen Holz gebildet werden.

Nach der Blute verwelkte Blutenstande und abgestorbene oder beschadigte Aste entfernen. Wenn die Pflanze zu gross wird, vertragt sie einen massigen Ruckschnitt unmittelbar nach der Blute auf hochstens ein Drittel des Gesamtvolumens. Verwenden Sie stets saubere und scharfe Schneidwerkzeuge.

Pflegkalender

Januar bis Februar: Topfpflanzen an einem hellen, frostfreien Ort uberwintern. Sehr sparsam giessen. Auf Schadlinge wie Schildlause achten.

Marz: Wachstum setzt wieder ein. Langzeitdunger ausbringen. Topfpflanzen schrittweise an frische Luft gewohnen.

April bis Mai: Blutenknospen bilden sich. Volle Sonne, massiges Giessen, kein Schnitt.

Juni: Hohe der Blute. Leichter Pflegeschnitt nach der Blute. Halbholzige Stecklinge nehmen.

Juli bis August: Aktive Wachstumsphase. Bei anhaltender Trockenheit giessen. Auf Blattlause an neuen Trieben achten.

September: Fruchte reifen. Giessen reduzieren. Vorbereitung zur Uberwinterung.

Oktober bis Dezember: Topfpflanzen vor den ersten Frostens ins Haus bringen. Bei Freilandpflanzen in milden Regionen Wurzelbereich mulchen.

Winterharte

Osteomeles anthyllidifolia ist nur bedingt frosthart und entspricht in etwa den USDA-Zonen 9 bis 11. Die Pflanze vertragt leichte Froste bis etwa -5 Grad Celsius, wird aber bei anhaltender Kalte oder starkem Frost beschadigt oder abgetotet. In kontinental gepragten Regionen Mitteleuropas ist ein Winterschutz unverzichtbar.

In milden, maritimen Garten - beispielsweise in geschutzten Lagen an der Nordseeoder Mittelmeerkuste - kann die Pflanze im Freien uberwintern, wenn sie an einer warmen, nach Suden ausgerichteten Mauer steht und der Wurzelbereich mit einer dicken Mulchschicht abgedeckt wird. Fur die meisten Gartenfreunde in Mitteleuropa bleibt die Topfkultur mit Uberwinterung unter Glas die sicherste Losung.

Begleitpflanzen

Osteomeles anthyllidifolia harmoniert gut mit anderen sonnenhungrigen, trockenheitstoleranten und leicht empfindlichen Pflanzen, die ahnliche Standort- und Pflegeanspruche haben. Mediterrane und Kieselpflanzungen passen besonders gut zu diesem Strauch.

Geeignete Nachbarn sind Pittosporum tobira, Cistus, Lavendel, Rosmarin, Westringia fruticosa und Salbei. Fur einen architektonischen Kontrast eignen sich Agaven oder Yuccas, deren breites Blattwerk die Feinheit des gefiederten Laubes betont. gardenworld.app hilft Ihnen dabei, solche Pflanzenkombinationen fur Ihren eigenen Aussenbereich zu visualisieren.

Fazit

Osteomeles anthyllidifolia ist eine lohnende Pflanze fur Gartenfreunde, die etwas Aussergewohnliches suchen. Seine historische Verbindung zur hawaiianischen Kultur, seine weissen Bluten, das zarte gefiederte Laub und die vogelanlockenden Beeren machen ihn zu einem Strauch mit echtem Charakter. Mit einem warmen, sonnigen Standort, einem hervorragend durchlassenden Boden und einer sorgfaltigen Uberwinterung kann dieser Pazifikstrauch weit uber sein naturliches Verbreitungsgebiet hinaus gedeihen.

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