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Glühend rote Blüten von Delphinium nudicaule in vollem Blühen
Ranunculaceae11. Juli 202612 min

Roter Rittersporn (Delphinium nudicaule): kompletter Ratgeber

Delphinium nudicaule

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Überblick

Delphinium nudicaule, bekannt als Roter Rittersporn, Scharlachroter Rittersporn oder Kalifornischer Rittersporn, ist eine außergewöhnliche einjährige bis kurzlebige Staude aus dem Südwesten von Oregon und Kalifornien. Mit einer Höhe von 50 bis 100 cm unterscheidet sich dieser einzigartige Rittersporn radikal von seinen blauen Verwandten und zeigt lebhafte rote bis orangerote Blüten in spektakulären dichten Spitzen. Mit üppiger Blüte und Unterstützung für Kolibris zählt Delphinium nudicaule zu den visuell auffälligsten Ritterspornen in Kultur. Die Pflanze ist äußerst empfindlich gegen Feuchtigkeit und Staunässe, was ihre Kultur in feuchten Klimazonen herausfordernd macht. Einmal etabliert säet sie sich zuverlässig selbst aus.

Erscheinungsbild und Blütezyklus

Delphinium nudicaule besitzt etwas haariges, graugrünes Laub, das an der Pflanzenbasis gruppiert ist. Die Blattstiele sind deutlich glatt oder fast glatt (nudicaule bedeutet "nackter Stiel"), was es von verwandten Arten unterscheidet. Die Blätter sind tief geteilt und farnähnlich, etwa 5 bis 10 cm breit. Blütenstiele sind stark aufrecht, glänzend und natürlich fast blattlos oder sehr spärlich beblättert. Von Mai bis Juli erscheinen spektakuläre Blütenspitzen: dichte, türmende Trauben mit bis zu vierzig offenen Blüten. Jede Blüte misst etwa 2 bis 2,5 cm breit und zeigt vier rote, orange oder gelbe Blütenblätter und einen charakteristischen rückwärts gekrümmten Sporn. Die rote Form (var. nudicaule) ist in Kultur am häufigsten. Nach der Blüte reifen Samenhülsen bis September. Samen sind winzig, schwarz und sehr fein.

Idealer Standort

Delphinium nudicaule blüht am besten in voller Sonne und benötigt 6 bis 8 Stunden tägliches direktes Sonnenlicht. Dies ist eine Bergpflanze, die Schatten nicht verträgt. In Regionen mit extrem heißen Sommern bietet Nachmittagsschatten Erleichterung. Dies ist eine Kaltklimapflanze, die am besten in USDA-Zonen 6 bis 9 gedeiht, geeignet für viele deutsche und Schweizer Alpengärten. Die Pflanze verabscheut heiße, feuchte Sommer und funktioniert viel besser in kühlen, trockenen Bergklimaten. In den Niederlanden gedeiht sie in nord-deutschen oder Schweizer Alpengärten. In Tieflandgärten kann sie kämpfen.

Bodenvoraussetzungen

Delphinium nudicaule erfordert hervorragend drainierte, leicht saure Böden (pH 6,0 bis 6,8). Schwere, feuchtigkeitshaltende Böden sind absolut ungeeignet und führen fast sicher zum Pflanzenverlust durch Wurzelfäule. Die Pflanze wächst natürlicherweise in bergigen, steinigen Böden mit erheblichem Sand- und Steingehalt. Zum Pflanzen: Mischung von 60% grobem Sand oder Kies, 25% Torfmoos und nur 15% Kompost anwenden. Pflanzlöcher 25 bis 30 cm tief graben und extra Sand am Boden für tiefe Drainage hinzufügen. Pflanzen etwa 30 cm auseinander spaced. Für Containerkultivierung sehr gritiges Topfmittel verwenden.

Bewässerung

Delphinium nudicaule hat sehr gemäßigte Wasserbedürfnisse und ist äußerst trockenheitstolerant einmal etabliert. Staunässe ist viel gefährlicher als Trockenheit. Jungpflanzen benötigen regelmäßiges Gießen bis zur Entwicklung des Wurzelsystems (etwa vier Wochen), dann kann die Bewässerung erheblich reduziert werden. Ausgewachsene Pflanzen tolerieren lange Trockenperioden. In Regionen mit regelmäßigen Niederschlägen erhält die Pflanze möglicherweise zu viel Wasser und verfault. Staunässe vermeiden und absolut kein stagnierendes Wasser um die Pflanzenbasis.

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Schnitt

Delphinium nudicaule benötigt minimales Schneiden. Die Pflanze produziert natürlicherweise ordentliche, aufrechte Blütenspitzen ohne Stützen. Verblühte Blüten können entfernt oder zum Samenbilden stehen gelassen werden. Nach der Blüte (August) kann die Pflanze auf etwa 20 cm über dem Boden zurückgeschnitten werden, manchmal eine leichte dritte Blüte im September auslösend. Altes Laub kann in spätem Herbst entfernt werden.

Wartungskalender

März bis April: Frühjahrswachstum emergent. Sehr vorsichtige Bewässerung. Sanftes Unkrautentfernen. Keine Düngereintrag.

Mai bis Juni: Blüteperiode. Minimale Bewässerung. Beobachtung von Kolibris.

Juli bis August: Blütegipfel. Sehr minimale Bewässerung. Beobachtung der Samereifung.

September bis Oktober: Samenfall. Samenernte möglich oder Selbstaussaat erlaubt. Stiele zurückschneiden.

November bis Februar: Winterruhe. Keine Bewässerung. Schutz vor Schneelast.

Winterhärte

Delphinium nudicaule ist in den Zonen 6 bis 9 winterhart und toleriert Temperaturen bis -15 Grad Celsius. Allerdings ist die Kälte nicht limitierend; Intoleranz gegenüber feuchten, kalten Wintern ist viel kritischer. In feuchten Regionen junge Pflanzen im Winter schützen. Entweder in Behältern kultivieren oder in sehr gut drainierte Hochbeete mit grittigem Kompost. In sehr feuchten Klimaten als Annuelle kultivieren.

Begleitpflanzen

Delphinium nudicaule paart sich dramatisch mit anderen trockenheitstolerant alpinen Pflanzen. In sonnigen Steingärten mit silberblättrigen Pflanzen, niedrig wachsenden Sträuchern und Ziergräsern kombinieren. Glühend rote Blüten schaffen auffallende Kontraste. Ideal für Kies- und Schroffgärten. Siehe gardenworld.app für weitere trockenheitstolerante Pflanzenkombinationen.

Vermehrung und Schaedlingsbekaempfung

Delphinium nudicaule wird am zuverlaessigsten durch frischen Samen vermehrt, da die Pflanze sich einmal etabliert zuverlaessig selbst aussaet. Saeen Sie frischen Samen unmittelbar nach der Reife im September auf ein grittiges, gut drainiertes Aussaatmedium; altes Saatgut keimt schlecht. Eine Kaltstratifizierung von 4 bis 6 Wochen im Kuehlschrank verbessert die Keimrate erheblich. Die Vermehrung durch Stecklinge ist bei dieser Art selten und aufgrund der kurzen Lebensdauer der Pflanze meist nicht erfolgreich. Verpflanzen Sie junge Saemlinge erst nach ihrem ersten Winter an ihren endgueltigen, sonnigen Standort, sobald ein stabiles Wurzelsystem entstanden ist.

Die Pflanze ist weitgehend problemfrei bezueglich Schaedlingen, wenn sie in geeigneten trockenen, grittigen Bedingungen waechst. Schnecken koennen junge Saemlinge im Fruehjahr befallen; Bierfallen oder Wollpellets um die Basis bieten wirksamen, schadstoffarmen Schutz. Echter Mehltau erscheint gelegentlich an zu feuchten oder schattigen Standorten, ist aber selten bei richtig platzierten, sonnig kultivierten Exemplaren. Wurzelfaeule durch staunasse Erde bleibt die groesste Bedrohung, weit bedeutender als jegliche Insekten- oder Pilzbedenken.

Fazit

Delphinium nudicaule ist ein atemberaubender, ungewöhnlicher Rittersporn, der glühend rote Blüten zu Alpenund Xerigärten bringt. Nicht für Gärtner in feuchtem Klima, aber ein absolutes Highlight in trockenen Alpenregionen. Mit sorgfältiger Aufmerksamkeit auf Drainage und minimale Bewässerung belohnt diese Pflanze den Anbau mit unvergesslichen Blüten. Für bergige europäische Regionen oder Sucher ungewöhnlicher Farben in Alpengärten verdient Delphinium nudicaule ernsthafte Überlegung. Entdecken Sie mehr trockenheitstolerante Pflanzensuggestionen auf gardenworld.app.

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