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Cardamine plumieri in Blute mit weissen Bluten uber fein geschnittenem grunem Laub an einem Schattenstandort
Brassicaceae7. Juni 202612 min

Plumiers Schaumkraut: kompletter Ratgeber

Cardamine plumieri

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Allgemeiner Uberblick

Plumiers Schaumkraut, Cardamine plumieri, ist eine selten kultivierte, aber reizvolle ausdauernde Staude aus der Familie der Kreuzblütengewachse (Brassicaceae). Die Art wurde nach dem franzosischen Botaniker und Franziskanermonch Charles Plumier benannt und ist im sudostlichen Frankreich, auf Korsika, in Italien, Griechenland und Albanien heimisch. Dort wachst sie auf feuchten, beschatteten Waldstellen und an Bachufern in Gebirgswaldgebieten. Im Garten ist sie eine ungewohnliche und lohnende Wahl für den Schattenbeet: Ihr fein geteiltes, hellgrunes Laub erinnert an Wiesenraute (Thalictrum) - daher auch der alte Synonym Cardamine thalictroides - und die zarten weissen Blüten bringen von Juni bis August Frische und Leuchtkraft in dunkle Gartenecken. Auf gardenworld.app finden Sie Gestaltungsideen fur Garten mit schattigen Bereichen, in denen Pflanzen wie dieses Schaumkraut ihre beste Wirkung entfalten.

Erscheinungsbild und Blutezeit

Cardamine plumieri ist eine krautige Staude, die 20 bis 50 cm hoch wird. Ihr auffälligstes Merkmal ist das gefiederte Laub mit abgerundeten oder gelappten Blattchen, das der Pflanze eine luftige, fast farnähnliche Textur verleiht. Die Blattchen sind hellgrun und zart. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August, mit weissen, vierblattrigen Blüten im typischen Kreuzblütengewachse-Muster, die in lockeren Trauben über dem Laub getragen werden. Nach der Blüte bilden sich schmale, aufrechte Schoten. Die Pflanze wachst aus einem kompakten Wurzelstock und bildet im Laufe der Jahre eine bescheidene Horstt. Die weissen Blüten leuchten besonders schon an schattigen Standorten, wo sie gegen den dunklen Hintergrund geradezu zu strahlen scheinen.

Idealer Standort

Cardamine plumieri bevorzugt einen schattigen bis halbschattigen Standort mit gleichmassiger Bodenfeuchtigkeit. In der Natur wachst sie unter dem Blatterdach von Laubwaldern, wo gedampftes Licht durch die Krone fallt und der Boden gleichmassig feucht bleibt. Im Garten eignen sich Platze unter Laubbaumen, entlang einer nach Norden oder Osten ausgerichteten Mauer oder in einem feuchten Waldstaudenbeet. Morgensonne mit Schatten am Nachmittag ist akzeptabel. Volle Mittagssonne verbrennt das Laub und trocknet den Boden zu schnell aus. Tiefer Dauerschatten ist tolerierbar, solange die Bodenfeuchtigkeit ausreichend bleibt.

Boden

Die Pflanze gedeiht in humusreichem, frischem, aber gut drainiertem Boden. Ihr naturliches Wachstumsmedium ist der tiefe, dunkle, laubhumusreiche Boden von Bergwaldflachen. Bei der Pflanzung reichlich gut verrotteten Kompost oder Lauberde einarbeiten. Ein herbstlicher Mulch aus Laub oder Rinde ahmt die naturlichen Bedingungen nach, halt die Feuchtigkeit und verbessert langfristig die Bodenstruktur. Trockene, arme Boden sind ungeeignet. Schwerer, staunasser Lehmboden bereitet der Pflanze ebenfalls Probleme.

Bewasserung

Cardamine plumieri benotigt gleichmassige Feuchtigkeit, vertragt aber keine Staunasse. An einem naturlich beschatteten Standort bleibt der Boden langer frisch, doch bei trockenen Sommern sind Zusatzgiessungen notig. Halten Sie den Boden gleichmassig feucht. Giessen Sie immer in der Tiefe statt oberflachlich. Ein dauerhafter organischer Mulch rund um die Pflanze verringert die Giessfrequenz erheblich. In Topfen die Bodenfeuchte regelmasig prüfen und bei Bedarf giessen.

Schnitt

Der Pflegeaufwand ist gering. Verwelkte Blütenstande konnen nach der Blüte entfernt werden, um Selbstaussaat zu verhindern, oder stehen gelassen werden - die Schoten sind nicht storend, und die Pflanze kann sich in geeignete feuchte, schattige Flachen aussaen. Im Herbst stirbt der oberirdische Teil naturgemass ab. Entfernen Sie die toten Triebe ohne den Wurzelstock zu beschadigen. Im Frühling treibt die Pflanze ohne weiteres Zutun neu aus.

Pflegekalender

Marz - April: Neuaustrieb aus dem Wurzelstock. Ruckstande des Vorjahres entfernen. Kompost rund um den Wurzelstock aufbringen.

Mai - Juni: Aktive Wachstumsphase, Knospenbildung. Bodenfeuchtigkeit uberwachen. Unkraut vorsichtig entfernen.

Juni - August: Blutezeit. Weisse Blüten schmucken das Schattenbeet. Wochentlich giessen bei andauernder Trockenheit.

September - Oktober: Blute abgeschlossen. Laubmulch im Oktober aufbringen.

November - Februar: Ruhephase. Der Wurzelstock uberwintert im Boden. Keine weiteren Massnahmen notig.

Winterharte

Obwohl aus dem mediterranen Bergklima stammend, ist Cardamine plumieri winterhart bis USDA-Zone 6 und vertragt Temperaturen bis ca. -23 Grad Celsius. In deutschen Garten uberwintert die Pflanze problemlos im Boden ohne Schutzabdeckung. Der Wurzelstock uberdauert den Winter und treibt im Frühling zuverlassig neu aus. Das einzige Risiko bei feuchten Wintern ist langanhaltende Staunasse am Wurzelhals. Ein Laubmulch bietet ausreichenden Schutz und hilft zudem gegen starke Frosteinwirkung.

Begleitpflanzen

Cardamine plumieri ist in Gesellschaft klassischer Schattenstauden am wohlsten. Wurmfarne (Dryopteris filix-mas) und Schildfarne (Polystichum setiferum) liefern erganezende Textur und ganzjahrige Struktur. Hostas jeder Grosse und Farbe schaffen die richtigen kuhlen, feuchten Bedingungen. Buschwindroschen (Anemone nemorosa) bluht fruher im Jahr und fullt die Flache, bevor das Schaumkraut zu wachsen beginnt. Gunsel (Ajuga reptans) eignet sich als niedrig bleibender Bodendecker rund um die Pflanze. Astilben bringen Farbe mit federigen Blütenrispen im selben Feucht-Schatten-Milieu. Auf gardenworld.app konnen Sie vor dem Pflanzen visualisieren, wie ein Waldstaudenbeet mit diesen Kombinationen in Ihrem Garten aussehen wurde. Bei OBI oder Hornbach findet man gelegentlich Schaumkraut-Arten; fur die spezifische Art Cardamine plumieri sind spezialisierte Staudengartnereien die verlasslichste Quelle.

Abschluss

Plumiers Schaumkraut ist eine verfeinerte und ungewohnliche Staude fur schattenbewusste Gartner. Sein fein geschnittenes Laub und die weissen Sommerblüten bringen Leichtigkeit in Schattenpflanzungen, die anderen Schattenpflanzen oft fehlt. Winterhart, mit klaren Anspruchen an Feuchtigkeit und Schatten, kehrt es Jahr fur Jahr aus seinem Wurzelstock zurück und ist eine ausgezeichnete Wahl für jeden, der seinen Waldgarten oder sein Schattenbeet um etwas wirklich Besonderes bereichern mochte.

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