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Dichter Teppich grüner Bodendecker unter Bäumen in einem schattigen Garten
Bepflanzung14. Oktober 20268 min

Pflanzen, die Trockenheit und Schatten vertragen

Von der GardenWorld-Redaktion, aktualisiert am

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Der schwierigste Platz im Garten

Trockener Schatten unter reifen Bäumen scheint eine unmögliche Pflanzzone zu sein. Regen erreicht den Boden nicht durch das Blätterdach. Baumwurzeln trinken alle Feuchte auf. Licht bleibt schwach und indirekt. Doch dieser Platz muss nicht leer bleiben. Einige Pflanzen gedeihen gerade in diesen Bedingungen: Epimedium, Geranium, Farne und viele feine Bodendecker mit Charme. Sie wollen wenig Wasser. Sie lieben saure Erde. Ihr weiches Laub verbrennt nicht in heller Sonne, weil sie keine erwarten.

Das ist keine Strafe, es ist eine Gelegenheit. Unter Bäumen in jedem Wald wachsen immer Bodendecker. Sie machen das Gleiche in Ihrem Garten. Einmal gepflanzt und etabliert (das dauert ein Jahr mit regelmäßigem Wasser), sind diese Pflanzen zehn Jahre lang wartungsfrei. Sie graben sie nicht aus, Sie füttern sie nicht, Sie gießen sie nicht erneut. Sie bilden einen dichten Teppich, der Unkräuter stoppt und den Boden schützt.

Epimedium: die Antwort auf trockenen Schatten

Epimedium (Elfenblume) ist vielleicht die beste Pflanze für trockenen Schatten. Die Blätter sind klein und länglich-schmal und bleiben über den Winter stehen. Winzige Blüten in Weiß, Rosa oder Gelb erscheinen im April-Mai. Epimedium wächst 30 bis 50 Zentimeter hoch und breitet sich langsam über unterirdische Läufer aus, ohne invasiv zu werden.

Pflanzen Sie Epimedium im Oktober oder November, wenn der Boden noch warm genug ist, damit Wurzeln Fuß fassen. Graben Sie ein Pflanzloch, verbessern Sie den Boden mit Lauberde oder Rinde (20 Prozent), und gießen Sie nach dem Pflanzen gut. Das erste Jahr ist entscheidend: wässern Sie zwei Mal pro Woche, wenn das Wetter trocken ist. Nach diesem ersten Jahr verlangt Epimedium fast nichts mehr. Im März können Sie vorsichtig altes Laub entfernen. Eine Handvoll Gartenkompost im September ist alles, was es braucht. Pflanzen Sie vier bis sechs pro Quadratmeter, und sie werden in zwei Jahren einen durchgehenden Teppich bilden.

Geranium: vielseitig und unermüdlich

Geranium (Storchenschnabel, nicht die Topfpelargonie) ist genauso anpassbar wie Epimedium. Sorten wie Geranium macrorrhizum wachsen 40 Zentimeter hoch, haben fein zerschnittenes Laub, das im Herbst rot wird, und blühen rosa oder weiß. G. sylvaticum und G. pratense blühen ebenso schön. Geranium maculatum ist noch höher, bis 60 Zentimeter, und blüht den ganzen Juli hindurch.

Geranium ist nicht wählerisch. Pflanzen Sie es im Oktober oder März, geben Sie Lauberde zum Boden, und gießen Sie das erste Jahr regelmäßig. Das ist wirklich die Grenze: drei Wochen ohne Regen. Nach diesem ersten Jahr graben sich Wurzeln tief ein und finden ihre eigene Feuchte. Einiges Geranium-Laub wird im August gelb; das ist keine Krankheit, nur ein Zeichen, dass die Pflanze ruht. Lassen Sie es stehen. Neues Wachstum kommt im September zurück. Zwei bis drei Pflanzen pro Quadratmeter sind genug.

Farne: Eleganz ohne Drama

Farne sind die verborgenen Sterne des trockenen Schattens. Sie lieben trockene Füße. Sie lieben Säure. Sie färben sich im Herbst Gold. Polystichum setiferum erreicht 60 Zentimeter mit federigen Farnwedeln. Dryopteris erythrosora öffnet sich kupferrot und bleibt das ganze Jahr grün. Asplenium scolopendrium hat glänzende zungenförmige Blätter und verträgt trockenen Schatten besser als Sie vielleicht erwarten.

Pflanzen Sie Farne im Oktober-November oder März-April. Sie brauchen praktisch keine Fütterung. Was sie brauchen: Lauberde (20 Prozent) im Boden, um Säure zu halten. Gießen Sie das erste Jahr zweimal pro Woche. Danach reicht Regen normalerweise. Farne verlangen kein Schneiden. Dürre Wedelblätter können im März entfernt werden, aber viele Gärtner lassen sie: sie sehen schön aus und schützen vor Frostschäden. Pflanzen Sie drei bis vier pro Quadratmeter für vollständige Abdeckung.

Bodendecker: die feinste Textur

Für ultra-dunkle und trockene Ecken pflanzen Sie die niedrigsten Bodendecker. Soleirolia soleirolii wird nur 2 bis 4 Zentimeter und bildet einen dichten, feinen grünen Teppich. Sagina subulata bleibt noch niedriger, fast moosartig. Beide sind Schneckenfutter und müssen die ersten zwei Jahre mit Kupferbändern geschützt werden.

Niedrigste Bodendecker wollen die gleiche Vorbereitung: 20 Prozent Lauberde im Boden, zweimal wöchentlich Wasser das erste Jahr, dann Regen. Pflanzen Sie im April oder Mai, nicht im Herbst, damit sie vor dem Winter etabliert sind. Beginnen Sie mit Abstand von 20 bis 30 Zentimetern (also viele kleine Pflanzen), und sie wachsen aufeinander zu. In drei Jahren haben Sie stetiges Grün, keine Unkräuter und einen angenehmen Fußpfad.

Pflanzen im Herbst: Oktober bis November bevorzugt

Oktober und November sind die Idealmonate. Der Boden ist noch warm genug, damit Wurzeln Halt bekommen (mindestens 10 Grad Celsius), aber kühl genug, damit Wasserverlust niedrig ist. Herbstregen hilft der Pflanze, sich zu etablieren. Eine Pflanze, die im Oktober beginnt, kann sechs Monate ohne Trockenstress wachsen.

Pflanzen Sie an einem bewölkten Tag, nicht in harter Sonne oder Wind. Graben Sie Löcher nicht tiefer als die doppelte Topfhöhe. Füllen Sie das Loch mit 70 Prozent Erde und 30 Prozent Lauberde oder Rinde. Gießen Sie gründlich ein, bis der Boden vollständig durchnässt ist. Setzen Sie ein Etikett, wo Sie gepflanzt haben. Das erste Jahr, von Oktober bis Mai, ist Gießen die einzige wichtige Pflege. Zweimal pro Woche, es sei denn es regnet. Rechnen Sie 20 Millimeter Regen pro Woche als ausreichend; weniger, und Sie gießen.

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Das erste Jahr wässern, dann kaum noch an den Schlauch denken

Das ist die goldene Regel: das erste Jahr wässern, dann nie wieder an den Gartenschlauch denken. Von Oktober bis Mai zweimal wöchentlich wässern, es sei denn es regnet. Ab Juni: Verwenden Sie ein Feuchtemessgerät: stecken Sie einen Finger drei Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sich trocken an, gießen Sie. Fühlt sich feucht an, warten Sie noch eine Woche.

Nach Mai, sobald die Pflanze vollständig verwurzelt ist, hält trockener Schatten den Boden feucht genug. Schatten bedeutet weniger Verdunstung. Baumwurzelkonkurrenz spielt weniger Rolle. Vermeiden Sie Bewässerung nach September; dies fördert neues weiches Wachstum anfällig für Frostschäden. Lassen Sie die Pflanze im Oktober und November langsam abhärten für den Winter.

Mulch minimal, Düngung nicht erforderlich

Bodendecker unter Bäumen sollten nicht schwer gemulcht werden. Eine Schicht zwei Zentimeter Kompost im März ist reichlich. Nicht mehr; übermäßiger Mulch staut Feuchte und lädt Pilze ein. Düngung ist eigentlich nicht nötig. Diese Pflanzen entwickelten sich auf armer Erde. Wenn sie im Mai gelb werden (Stickstoffmangel), geben Sie im Juni eine leichte Düngung mit halbstarkem Gartendünger. Keine weitere Fütterung in diesem Jahr.

Lauberde ist keine Nahrung, es ist ein Bodenverbesserer. Im September, wenn Blätter fallen, lassen Sie sie liegen. Im Dezember, harken Sie sie vorsichtig weg. Sie verfaulen und werden erneut zu Lauberde, halten Boden sauer, genau was diese Pflanzen wollen.

Schritt für Schritt

Schritt 1: Standort vorbereiten

Lockern Sie den Boden gut auf: entfernen Sie Steine, Baumwurzeln wo Sie pflanzen, und Unkraut. Geben Sie 20 Prozent Lauberde bei (5 Liter pro 20 Liter Erde). Mischen Sie gründlich.

Schritt 2: Pflanzen auswählen und bestellen

Epimedium für Struktur, Geranium für Farbe, Farne für Eleganz, Bodendecker für sehr dunkle Ecken. Bestellen Sie im September. Planen Sie 3 bis 6 Pflanzen pro Quadratmeter.

Schritt 3: Im Oktober in die Erde pflanzen

Pflanzen Sie an einem bewölkten Tag im Oktober-November. Loch doppelt so tief wie der Topf. Gießen Sie ein bis zur Sättigung.

Schritt 4: Zweimal pro Woche wässern

Wässern bis Mai, zweimal pro Woche, es sei denn es regnet. Wenn Regen unter 20 Millimetern pro Woche liegt, gießen.

Schritt 5: Etiketten setzen

Markieren Sie wo Sie gepflanzt haben, damit Sie nicht versehentlich auf junge Pflanzen treten.

Schritt 6: Im März altes Laub entfernen

Entfernen Sie vorsichtig abgestorbene Wedel von Farnen und Epimedium. Neues Wachstum erscheint sofort.

Schritt 7: Nach Mai Bewässerung reduzieren

Verhindern Sie Frostempfindlichkeit durch Reduktion der Bewässerung nach Mai. Lassen Sie die Pflanze im Oktober und November abhärten.

Häufig gestellte Fragen

Bleiben Farne den ganzen Winter grün? Die meisten ja. Polystichum setiferum und Dryopteris erythrosora behalten ihre Wedel. Sie können leicht dunkler werden. Das ist normal.

Kann ich diese im Frühling statt im Oktober pflanzen? Ja, aber es ist weniger ideal. Sie haben weniger Zeit, vor dem Sommer Wurzeln zu bilden. Pflanzen im März, wässern bis Oktober, nicht nur bis Mai.

Wie schnell wachsen Geranium und Epimedium in trockenem Schatten? Langsam aber sicher. Erstes Jahr etablieren sie sich, zweites Jahr wachsen sie wirklich. Vier bis sechs pro Quadratmeter ist schnell genug für vollständige Abdeckung in zwei Jahren.

Sollte ich Dünger verwenden, um sie schneller wachsen zu lassen? Nein. Zusätzliche Fütterung bringt unerwünschtes Wachstum, und diese Pflanzen sind an arme Böden angepasst. Zu viel Dünger macht sie krankheitsanfällig und pilzanfällig.

Sehen Sie es zuerst im eigenen Garten

Trockener Schatten ist keine Strafe, es ist eine Leinwand. Epimedium und Geranium bilden eine grüne Unterschicht, die alle vier Jahreszeiten lebt. Farne fügen Eleganz hinzu. Bodendecker geben Ihnen einen weichen, angenehmen Pfad. Unsicher, wie das in Ihrem Raum aussieht? Auf gardenworld.app laden Sie ein Foto Ihres schattigen Platzes hoch und sehen kostenlos, wie diese Pflanzen dort wachsen und wie sich das nach einem Jahr entwickelt.

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