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Wurzelnackte Pflanzen mit freiliegenden Wurzeln bereit zur Winterpflanzung im Garten
Bepflanzung24. Januar 20264 min

Wurzelnackte Pflanzen: der komplette Ratgeber

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Warum wurzelnackte Pflanzen wählen?

Wurzelnackte Pflanzen werden ohne Erde um die Wurzeln verkauft. Sie sind leichter, günstiger und oft kräftiger als ihre Pendants im Topf. Gerade bei einer Heckenpflanzung oder mehreren Obstbäumen spart das ordentlich Geld. Bei OBI, Hornbach und Dehner liegen sie ab Herbst bereit.

Mit GardenWorld sehen Sie vorab, wie Pflanzen in Ihrem Garten wirken. Besonders praktisch, wenn Sie zwischen einer Buchenhecke und einer Ligusterhecke schwanken, denn der optische Unterschied ist größer als gedacht.

Die richtige Pflanzzeit

Wurzelnackte Pflanzen werden ausschließlich während der Ruhephase gepflanzt: November bis Anfang März. Die freiliegenden Wurzeln trocknen schnell aus, handeln Sie nach dem Kauf also zügig. Pflanzen Sie idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Klappt das nicht? Schlagen Sie sie vorübergehend ein, indem Sie die Wurzeln in einem Graben mit feuchter Erde bedecken.

Pflanzen Sie nicht bei Frost. Gefrorener Boden beschädigt empfindliche Wurzeln und macht das Graben fast unmöglich. Warten Sie auf eine frostfreie Phase mit milden Temperaturen.

Wurzeln vorbereiten

Kontrollieren Sie die Wurzeln vor dem Pflanzen. Schneiden Sie beschädigte oder gebrochene Wurzeln schräg mit einer scharfen Gartenschere ab. Das fördert die Bildung neuer Wurzelspitzen. Stellen Sie die Pflanzen einige Stunden in einen Eimer Wasser, damit sich die Wurzeln vollsaugen. Manche Gärtner geben Mykorrhiza-Lösung ins Wasser für einen zusätzlichen Schub.

Wurzeltauchbad herstellen

Eine bewährte Methode ist das Eintauchen der Wurzeln in einen Brei aus Lehm, Kuhdung und Wasser. Diese Schicht schützt vor Austrocknung und liefert Nährstoffe. Nicht zwingend nötig, aber sehr wirksam bei Rosen und Obstbäumen.

Schritt für Schritt pflanzen

Heben Sie ein großzügiges Loch aus, breit genug um die Wurzeln bequem auszubreiten. Sie dürfen nicht gefaltet oder zusammengepresst werden. Formen Sie einen kleinen Hügel auf dem Grund und legen Sie die Wurzeln darüber.

Füllen Sie das Loch schichtweise und bewegen Sie die Pflanze dabei sanft auf und ab. So rieselt Erde zwischen die Wurzeln und Lufttaschen werden vermieden. Die Veredelungsstelle oder der Wurzelhals sollte mit dem Bodenniveau abschließen.

Drücken Sie die Erde fest und wässern Sie sofort reichlich. Bei Heckenpflanzen setzen Sie sie in einer geraden Linie mit einem Abstand, der von der Art abhängt, typischerweise 3 bis 5 Stück pro laufendem Meter.

Pflege im ersten Jahr

Wasser ist alles. Halten Sie den Boden bei Trockenheit feucht, auch im Winter und Vorfrühling. Die Wurzeln brauchen Feuchtigkeit zum Anwachsen. Düngen ist in der ersten Saison nicht nötig, wenn Sie den Boden gut mit Kompost vorbereitet haben.

Kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Wind die Pflanzen gelockert hat. In offenen Gärten kann das zum Problem werden. Drücken Sie die Erde gegebenenfalls erneut an. Mulchen rund um die Basis beugt Austrocknung vor und hält Unkraut in Schach.

Erster Schnitt

Bei Heckenpflanzen kürzen Sie direkt nach dem Pflanzen um ein Drittel der Höhe. Klingt radikal, regt aber die Verzweigung an der Basis an. Ohne diesen Schnitt bekommen Sie eine Hecke, die unten kahl bleibt.

Vorteile gegenüber Topfpflanzen

Wurzelnackte Pflanzen wachsen oft schneller an. Die Wurzeln sind nicht im Topf spiralförmig gewachsen und breiten sich direkt im umgebenden Boden aus. Außerdem sind sie günstiger, was bei Dutzenden Heckenpflanzen enorm ins Gewicht fällt.

Der Nachteil: ein begrenztes Pflanzfenster. Topfpflanzen setzen Sie ganzjährig, wurzelnackte nur im Winter. Planen Sie Ihr Gartenprojekt also rechtzeitig.

Welche Pflanzen gibt es wurzelnackt?

Die Auswahl ist größer als man denkt. Buchen, Hainbuchen, Weißdorn, Liguster, Feldahorn, Rosen und die meisten Obstbäume sind problemlos wurzelnackt erhältlich. Koniferen und Immergrüne werden selten so angeboten, da sie ihr Laub behalten und zu viel Feuchtigkeit verlieren.

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