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Drainagerohr in einem ausgehobenen Graben mit Kiesumhüllung
Gartenanlage16. Januar 20264 min

Drainage im Garten: Staunässe verhindern

GartendrainageStaunässeDrainage anlegenEntwässerung Garten

Staunässe: ein wachsendes Problem

Nach jedem Starkregen steht der Rasen unter Wasser. Die Beete sind Matsch. Und der Keller riecht feucht. Kommt Ihnen bekannt vor? Der Klimawandel bringt immer häufiger heftige Regenfälle, und viele Gärten können das nicht mehr verkraften. Drainage ist die Lösung — aber nicht jeder Garten braucht sie.

Mit einem Tool wie GardenWorld können Sie Ihren Garten nach einer Neugestaltung visualisieren. Unterirdische Arbeiten wie Drainage planen Sie aber am besten, bevor Sie die Oberfläche anfassen.

Brauchen Sie Drainage?

Machen Sie den Lochtest: Graben Sie ein Loch von 30 x 30 cm und 30 cm Tiefe. Füllen Sie es mit Wasser. Innerhalb einer Stunde leer? Ihr Boden entwässert gut. Nach vier Stunden noch halbvoll? Sie haben ein Drainageproblem.

Ursachen von Staunässe

  • Lehmboden: hält Wasser wie ein Schwamm
  • Verdichteter Boden: jahrelanges Betreten hat die Struktur zerstört
  • Hoher Grundwasserspiegel: Wasser steigt von unten
  • Zu viel Versiegelung: Regenwasser kann nicht versickern

Drainage hilft bei Lehm und Verdichtung. Bei hohem Grundwasser ist sie weniger wirksam — das Wasser kommt einfach zurück. Hochbeete und angepasste Bepflanzung sind dann besser.

Arten von Drainage

Drainagerohr

Die häufigste Lösung. Ein perforiertes Kunststoffrohr (Durchmesser 80–100 mm) in Geotextil gewickelt, in einem Kiesbett verlegt. Wasser fließt durch die Löcher ins Rohr und wird zu einem Sickerschacht, Graben oder Regenwasserkanal geleitet.

Kiespackung (Französischer Drain)

Ein mit Kies gefüllter Graben ohne Rohr. Einfacher, aber bei starkem Regen weniger effektiv. Bei OBI, Hornbach oder Dehner finden Sie alle nötigen Materialien.

Rigole / Sickerschacht

Ein unterirdischer Kunststoffbehälter, der Wasser auffängt und langsam versickern lässt. Ideal als Endpunkt des Drainagesystems.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Gefälle festlegen: mindestens 1 cm pro Meter Richtung Ablauf
  2. Gräben ausheben: 40–60 cm tief, 30 cm breit, in Fischgrätmuster, 3–5 Meter Abstand
  3. Geotextil einlegen gegen Verschlammung
  4. 10 cm Kies auf den Boden
  5. Drainagerohr einlegen, Löcher nach unten
  6. Mit Kies auffüllen bis 10 cm unter Geländeoberkante
  7. Geotextil darüber, mit Erde auffüllen

Wohin mit dem Wasser?

  • Sickerschacht: Wasser versickert langsam
  • Graben oder Vorfluter: Genehmigung beim Wasserverband prüfen
  • Regenwasserkanal: nicht den Schmutzwasserkanal! In Gartenvereinen kennt man die lokalen Vorschriften oft gut.

Kosten

Für einen durchschnittlichen 60-m²-Garten rechnen Sie mit 500–1.500 € Material. Eigenleistung ist machbar, aber harte Arbeit — mieten Sie einen Minibagger, wenn der Garten zugänglich ist.

Neugierig, wie Ihr Garten nach einer kompletten Umgestaltung aussehen könnte? Laden Sie Ihr Foto auf GardenWorld hoch und erhalten Sie innerhalb einer Minute ein individuelles Design.