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Essbarer Garten mit Gemüsebeeten, Kräutern und Obststräuchern in einem sonnigen Hausgarten
Bepflanzung14. Oktober 20267 min

Basilikum richtig anbauen, ohne dass es eingeht

Von der GardenWorld-Redaktion, aktualisiert am

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Warum stirbt Ihr Basilikum immer wieder?

Basilikum (Ocimum basilicum) aus dem Supermarkt ist nicht für ein langes Leben gemacht. Diese Töpfchen sind zu klein, mit Dutzenden Sämlingen vollgestopft, und die Bewässerung geht fast immer falsch. Nach zwei Wochen hängen die Blätter, oder die Pflanze bricht einfach zusammen. Die gute Nachricht: Mit drei einfachen Schritten halten Sie Ihr Basilikum monatelang gesund. Die drei Schritte hängen zusammen: den Topf teilen, richtig gießen und die Spitzen kneifen statt Blätter zu pflücken.

Basilikum ist kein schwieriges Kraut, hat aber sehr genaue Ansprüche. Es will Wasser von unten, Wärme um die 20 Grad (darunter wächst es kaum) und Platz, um sich zu entwickeln. Geben Sie ihm diese drei Dinge, und es gedeiht monatelang, ohne einzugehen.

Schritt 1: den Supermarkttopf teilen

In diesem kleinen grünen Topf stehen oft Dutzende Pflänzchen dicht gedrängt. Sie nehmen sich gegenseitig Nährstoffe und Licht weg und faulen gemeinsam von innen. Erster Schritt: teilen. Ziehen Sie zu Hause den ganzen Wurzelballen vorsichtig aus dem Topf, tauchen Sie ihn 10 Sekunden in Wasser, und lösen Sie die Pflänzchen behutsam voneinander. Scheuen Sie sich nicht, dabei kräftig zuzugreifen, die Wurzeln sind stabiler, als sie aussehen.

Jede Pflanze bekommt einen eigenen Topf von 8 bis 10 cm. Füllen Sie ihn mit normaler Blumenerde, keine Gartenerde, die verdichtet sich zu stark. Setzen Sie jede Pflanze mit intaktem Wurzelballen ein. Gießen Sie vorsichtig von oben, bis unten Wasser abläuft. Stellen Sie die Töpfchen aber nicht sofort in die volle Sonne: Lassen Sie sie einen Tag im Halbschatten stehen, damit sie sich vom Umtopfen erholen.

Von unten gießen, nie von oben

Das ist der häufigste Fehler. Wer von oben gießt, hält die dicken Stängel an der Basis feucht, und genau dort entsteht Fäulnis. Basilikum will gleichmäßig feuchte Erde, nicht staubtrocken und nicht in einer Pfütze.

Stellen Sie die Töpfchen in einen Unterteller mit etwa 1 cm Wasser. Innerhalb einer Stunde ziehen sie das Wasser von unten auf. Nehmen Sie den Unterteller danach weg, damit es nicht sumpfig wird. Wiederholen Sie das jeden Tag während der Wachstumssaison. Regnet es draußen und läuft Ihre Terrasse voll, stellen Sie die Töpfchen kurz an einen trockenen Platz.

Im Herbst und Winter gießen Sie deutlich weniger. Prüfen Sie täglich mit dem Finger, ob die oberen 2 cm Erde trocken sind. Trocken ist gut, gießen Sie erst, wenn sich die Erde wie Staub anfühlt.

Wärme ist das Geheimnis

Unter 15 Grad wächst Basilikum kaum, unter 12 Grad stoppt das Wachstum völlig. Optimal sind 18 bis 22 Grad. Stellen Sie die Pflanze deshalb nie vor Mitte Mai nach draußen. Fällt die Nachttemperatur danach unter 15 Grad, holen Sie die Töpfchen abends wieder herein.

Haben Sie kein sonniges Fenster mit 18 Grad? Ein Heizkörper in der Nähe hilft. Oder stellen Sie die Töpfe an einen warmen Platz: ein hohes Küchenregal, eine südseitige Fensterbank oder ein Gewächshaus. Sind Sie unsicher, ob Ihr Fensterbrett genug Sonne für eine Kräuterecke bekommt? Auf gardenworld.app sehen Sie das zuerst in einer Vorschau Ihres eigenen Gartens. Stellen Sie die Pflanze nie in einen Luftzug: Basilikum hasst Zugluft und lässt sofort die Blätter hängen.

Im Juli und August draußen auf der Terrasse ist in Ordnung, solange es wirklich warm ist. Ab September ist es vorbei: zurück nach drinnen, sonst wächst die Pflanze nicht weiter.

Spitzen kneifen statt Blätter pflücken

Viele Hobbygärtner pflücken die unteren Blätter. Das ist falsch: Basilikum wird dadurch unten kahl und wächst danach schlechter. Die richtige Technik: Sobald Ihr Basilikum 4 bis 6 echte Blätter hat, kneifen Sie die Spitze mit den Fingern ab, direkt über einem Blattpaar, also die oberen 2 bis 3 cm. Dadurch bildet die Pflanze zwei neue Seitentriebe aus den Blattachseln.

So funktioniert das System: Pflücken Sie nicht, was Sie brauchen, sondern kneifen Sie die Spitzen, damit sich die Pflanze verzweigt. Nach zwei Wochen haben Sie zwei Triebe, nach vier Wochen vier. Ein Kniff pro Woche reicht. Jede entfernte Spitze liefert zwei neue Triebe.

Machen Sie das bis September. Im Oktober kostet das Kneifen mehr Kraft, als es bringt, dann dürfen Sie einfach ernten, was Sie brauchen.

Überwintern gelingt kaum

Viele Hobbygärtner sagen: "Ich stelle den Topf im Herbst einfach drinnen ab, dann treibt er im Frühjahr wieder aus." Das stimmt leider nicht. Basilikum überlebt den Winter selten als gesunde Pflanze. Was Sie versuchen können: Holen Sie die Töpfe im November herein und stellen Sie sie kühl (10 bis 14 Grad) und trocken auf. Das Wachstum ruht dann fast ganz. Im März stellen Sie die Pflanze zurück nach draußen, aber die Qualität ist meist schwächer als vorher.

Schneller und besser: Säen Sie im Oktober frisches Saatgut für eine Winterkultur im Haus. Säen Sie bei 20 bis 22 Grad unter einer Pflanzenlampe. Nach 7 bis 10 Tagen keimt die Saat, nach 6 Wochen haben Sie kräftige Jungpflanzen. Diese wachsen den ganzen Winter langsam weiter und sind im Mai kräftiger, als Ihre alten Töpfe es je waren.

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Welche Sorten den Winter wirklich nicht überstehen

Gewöhnliches Basilikum (Sorten wie 'Genovese' und 'Mammoth') verträgt einiges, aber keinen echten Winter. Thai-Basilikum, Anis-Basilikum ('Licorice') und rotlaubige Sorten ('Dark Opal') lieben Wärme und sterben schon beim ersten Frost. Säen Sie diese Sorten im Mai draußen aus, ernten Sie bis Oktober, und säen Sie danach neu.

Haben Sie eine wirklich warme Terrasse, zum Beispiel ein Gewächshaus oder ein Frühbeet, kommen Sie bis Dezember durch. Ohne Schutz ist Oktober bis November die Grenze.

Düngen: wenig, aber regelmäßig

Basilikum aus Samen wächst gut in magerer Erde. Pflanzen aus dem Supermarkttopf wurden dagegen stark gedüngt und sind erschöpft. Geben Sie nach dem Teilen einmal eine milde Düngergabe (Tomatendünger oder Kräuterdünger nach Packungsanleitung, also niedrig dosiert). Danach reicht einmal pro Monat. Zu viel Dünger macht die Blätter grob und weniger aromatisch.

Und: Geben Sie Flüssigdünger nie direkt auf trockene Erde. Erst gießen, dann düngen, dann noch einmal gießen. Sonst verbrennen Sie die Wurzeln.

Schritt für Schritt

Schritt 1: Teilen und eintopfen

Nehmen Sie das Basilikum aus dem Supermarkttopf, tauchen Sie es in Wasser, und teilen Sie es behutsam. Jede Pflanze kommt in einen eigenen Topf von 8 bis 10 cm mit Blumenerde. Gießen Sie von oben, bis Wasser abläuft. Stellen Sie die Töpfchen einen Tag in den Halbschatten.

Schritt 2: von unten gießen

Stellen Sie die Töpfchen in einen Unterteller mit 1 cm Wasser. Lassen Sie sie jede Stunde Wasser aufziehen. Nehmen Sie den Unterteller danach weg. Wiederholen Sie das täglich während der Wachstumssaison, von Mai bis Oktober.

Schritt 3: warm und sonnig aufstellen

Basilikum braucht mindestens 18 Grad. Stellen Sie die Töpfe an einen warmen Platz: ein südseitiges Fensterbrett, neben einen Heizkörper, oder nach Mitte Mai nach draußen. Mindestens 6 Stunden Sonne pro Tag.

Schritt 4: wöchentlich die Spitzen kneifen

Sobald das Basilikum 4 bis 6 Blätter hat, kneifen Sie die Spitze ab, direkt über einem Blattpaar. Machen Sie das jede Woche. Jede entfernte Spitze liefert zwei neue Triebe.

Schritt 5: monatlich düngen

Geben Sie nach dem Teilen einmal eine milde Düngergabe. Danach einmal im Monat etwas Kräuterdünger ins Gießwasser. Nicht häufiger, sonst wird das Laub grob.

Schritt 6: ernten und ersetzen

Oktober ist meist das Ende der Außensaison. Bei mildem Wetter können Sie noch bis November ernten. Ende Oktober säen Sie am besten frisches Saatgut oder entsorgen die alten Töpfe.

Häufige Fehler

Zu viel Wasser: Sie denken, feucht bedeutet jeden Tag gießen. Nach zwei Wochen faulen die Stängel durch Pilzbefall. Feucht fühlt sich feucht an, nicht durchnässt. Prüfen Sie es mit dem Finger.

Blätter pflücken statt Spitzen kneifen: Sie pflücken die unteren Blätter. Die Pflanze wird unten kahl und wächst schlechter. Kneifen Sie immer die Spitzen.

Zu kalt: Sie stellen die Pflanze im Mai nach draußen, nachts sind es noch 10 Grad. Sie sieht grün aus, wächst aber nicht. Basilikum stagniert dann einfach. Mitte Mai ist der früheste wirklich sichere Zeitpunkt.

Erde nicht geteilt: Sie teilen die Pflanzen nicht und lassen sie in der nassen, nährstoffreichen Erde stehen. Innerhalb einer Woche faulen sie durch Schimmel. Teilen ist unverzichtbar.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Basilikum drei Jahre behalten?

Nein. Basilikum ist einjährig. Nach Oktober oder November stoppt das Wachstum, oder die Pflanze geht ein. Sie überwintern die Pflanze also nicht, sondern säen neu.

Mein Basilikum blüht. Sollte ich die Blüten entfernen?

Ja. Sobald Sie kleine Blütenknospen unter den Spitzen sehen, kneifen Sie diese ab. Blüten kosten Energie, die sonst in die Blätter gehen würde. Blühendes Basilikum schmeckt außerdem bitterer.

Wie lange kann ich Basilikum im Oktober draußen lassen?

Bis die Nachttemperatur unter 12 bis 14 Grad fällt, also meist Ende Oktober oder Anfang November. Danach holen Sie es herein oder entsorgen es, denn es wächst nicht weiter.

Kann ich Samen von meinem Basilikum ernten?

Ja, aber selten sortenecht, denn Basilikum kreuzt sich leicht mit anderen Sorten in der Nähe. Lassen Sie die Pflanze dafür im September blühen, warten Sie, bis die Samenstände im Oktober trocken sind, und streuen Sie die Samen aus. Bewahren Sie sie trocken auf, nicht im Kühlschrank.

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